Bricht das Stromnetz zusammen, wenn alle Einwohner einer Stadt nach Feierabend ihr Elektroauto an eine Ladestation anschließen? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Forscher. Einige sehen in der Netzproblematik ein Hemmnis für den Durchbruch von strombetriebenen Fahrzeugen. Der Bundesverband Elektromobilität (BEM) und der Bundesverband Windenergie stellten kürzlich aber unmissverständlich klar, dass die flächendeckende Ausbreitung elektrifizierter Autos keine Folgen für die Stromversorgung haben werde.

Eine gleichzeitige Aufladung mehrerer Millionen eFahrzeuge und eine damit verbundene Überlastung sei nicht zu erwarten. Die Akkus würden immer leistungsfähiger, und viele Autos würden nur einen Bruchteil der Zeit tatsächlich genutzt. Nach Aussage von BEM-Präsident Kurt Sigl legt ein Auto 14.000 Kilometer im Jahr zurück, was einer Stunde Fahrtzeit bzw. 40 Kilometer pro Tag entspricht. Demnach hätten die Autonutzer 23 Stunden Zeit, um ihr Fahrzeug mit neuem Strom zu versorgen. www.bem-ev.de