Was passiert, wenn zwei Premiumhersteller gemeinsame Sache machen? Es könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein oder zu mindest einer Markenkooperation, die wertvolle Synergieeffekte Generiert. So geschehen zwischen BMW und Specialized. Wie gut sich die beiden Experten ergänzen? Ein Blick hinter die Kulissen.

Sportlich und mit Leidenschaft hat sich das Designteam vom Look der neuen Generation des BMW X3 inspirieren lassen: Das Specialized for BMW Turbo Levo FSR 6Fattie ist exklusiv in Phytonic Blue lackiert, dem offiziellen Farbton des BMW-SUV. Unterstrichen wird der dynamische Charakter des Bikes durch den markanten Schriftzug „Specialized for BMW“ auf den Kettenstreben sowie Designelemente an Rahmen und Sattelstütze. Es ist nicht das erste Mal, dass BMW sich zu einer Kooperation mit einem Sportartikelhersteller entschlossen hat. „BMW versteht sich als Anbieter von Produkten für individuelle Mobilität. Hierzu gehören neben Automobilen und Motorrädern sowie den hierzu angebotenen Dienstleistungsprodukten – zum Beispiel BMW Connected Drive – auch Fahrräder“, erläutert Thorsten Mattig, Head of Sport Marketing and Brand Cooperations bei BMW. So gab es neben einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit einem bekannten Skihersteller immer wieder tolle Projekte, die den Outdoor-Gedanken und Sportcharakter in den Fokus rücken sollen. Immer wieder erscheinen neue Markenbotschafter auf der Bildfläche, die für ihr Thema und ihren Sport brennen. Glaubwürdigkeit und Authentizität sind die wichtigsten Merkmale dieser Botschafter, u. a. Stefan Glowacz, Alessandro Zanardi oder Magdalena Neuner. „BMW engagiert sich aus mehreren Gründen im Sport. Dabei geht es weniger um reines Logo-Sponsoring oder die Steigerung des Bekanntheitsgrades, denn BMW ist in allen europäischen Kernmärkten sehr bekannt. Im Vordergrund des Engagements steht vielmehr entweder die aktive Teilnahme an einem Sportevent – etwa im Motorsport – oder die enge Zusammenarbeit im Bereich Entwicklung und Technologie, zum Beispiel beim America’s Cup oder im Bob- und Rodelsport, wo die Schlitten und Rennanzüge im Aerodynamischen Versuchszentrum von BMW erprobt werden.“

Abenteuer reloaded“ – klingt fast nach einem weiteren abgedroschenen Werbeslogan. So soll man mithilfe des neuen Specialized Turbo Levo in der BMW-Sonderedition tatsächlich mehrere Abenteuer an einem Tag erleben können. Wenn man dann auch noch den passenden Trainingspartner, nämlich den neuen BMW X3, dazupackt, gibt’s die perfekte Auszeit vom alltäglichen Arbeitswahnsinn. Die Rechnung geht tatsächlich auf, denn wer schon einmal auf einem eMountainbike unterwegs war, weiß, wie viele Trails man dank Elektromotor-Unterstützung in kurzer Zeit runterrocken kann.

Specialized Turbo Levo FSR 6Fattie vor BMW X3

Eine starke Kombi: der neue BMW X3 und das Specialized Turbo Levo FSR 6Fattie in der BMW-Sonderedition.

Das dachten sich auch die beiden Premiumhersteller und stellten vor Kurzem unter dem Motto „On a mission“ ihre neueste Markenkooperation vor. Im Fokus: der neue BMW X3 und das passende Fahrrad-Pendant dazu, das eMountainbike Specialized Turbo Levo. Die vollgefederte 6Fattie-Version des eMountainbikes bringen die Kalifornier als limitierte Sonderedition für BMW unter dem Modellnamen Specialized for BMW Turbo Levo FSR 6Fattie heraus. Schon am Farbdesign erkennt man schnell, dass die beiden zusammengehören, doch nicht nur hier ergänzen sich Auto und eMTB perfekt.

Nahaufnahme Specialized for BMW Turbo Levo FSR 6Fattie

Specialized for BMW Turbo Levo FSR 6Fattie

Susanne Giuliani, Head of Marketing, Product and License Management BMW Lifestyle, dazu: „Es ist das ideale Bike, das den authentischen SUV-Charakter des X3 stärker hervorhebt und unterstreicht. Der 504-Wh-Akku des Bikes lässt sich dank des praktischen An- und Abdock-Mechanismus auch separat vom Bike mobil laden. Besonders raffiniert: das speziell von BMW entwickelte Ladekabel, mit dem sich der Akku bequem im Auto über die 12-Volt-Steckdose im Gepäckraum laden lässt, ohne dass dabei die Batteriefunktion des Fahrzeugs beeinträchtigt wird. Damit ist das eMTB der ideale Begleiter für kombinierte Ausflüge mit Automobil und Bike – für all diejenigen, die ihre Ziele sportlich und mit Leidenschaft verfolgen.

Sportlich und mit Leidenschaft hat sich das Designteam vom Look der neuen Generation des BMW X3 inspirieren lassen: Das Specialized for BMW Turbo Levo FSR 6Fattie ist exklusiv in Phytonic Blue lackiert, dem offiziellen Farbton des BMW-SUV. Unterstrichen wird der dynamische Charakter des Bikes durch den markanten Schriftzug „Specialized for BMW“ auf den Kettenstreben sowie Designelemente an Rahmen und Sattelstütze. Es ist nicht das erste Mal, dass BMW sich zu einer Kooperation mit einem Sportartikelhersteller entschlossen hat. „BMW versteht sich als Anbieter von Produkten für individuelle Mobilität. Hierzu gehören neben Automobilen und Motorrädern sowie den hierzu angebotenen Dienstleistungsprodukten – zum Beispiel BMW Connected Drive – auch Fahrräder“, erläutert Thorsten Mattig, Head of Sport Marketing and Brand Cooperations bei BMW. So gab es neben einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit einem bekannten Skihersteller immer wieder tolle Projekte, die den Outdoor-Gedanken und Sportcharakter in den Fokus rücken sollen. Immer wieder erscheinen neue Markenbotschafter auf der Bildfläche, die für ihr Thema und ihren Sport brennen. Glaubwürdigkeit und Authentizität sind die wichtigsten Merkmale dieser Botschafter, u. a. Stefan Glowacz, Alessandro Zanardi oder Magdalena Neuner. „BMW engagiert sich aus mehreren Gründen im Sport. Dabei geht es weniger um reines Logo-Sponsoring oder die Steigerung des Bekanntheitsgrades, denn BMW ist in allen europäischen Kernmärkten sehr bekannt. Im Vordergrund des Engagements steht vielmehr entweder die aktive Teilnahme an einem Sportevent – etwa im Motorsport – oder die enge Zusammenarbeit im Bereich Entwicklung und Technologie, zum Beispiel beim America’s Cup oder im Bob- und Rodelsport, wo die Schlitten und Rennanzüge im Aerodynamischen Versuchszentrum von BMW erprobt werden.

Kurze Feierabend-Runde gefällig? Das eMountainbike von Specialized in der BMWSonderedition bringt Bike-Fans höher, schneller und weiter voran.

Kurze Feierabend-Runde gefällig? Das eMountainbike von Specialized in der BMWSonderedition bringt Bike-Fans höher, schneller und weiter voran.

Eigenes eBike-Zentrum für die Umsetzung

Dass sich Specialized im Sport engagiert, liegt auf der Hand. In den 70er-Jahren hat das kalifornische Unternehmen erstmals seine Liebe zum Fahrrad entdeckt. Die ist inzwischen so groß, dass man heute nicht nur zu den Marktführern in der Fahrradbranche zählt, sondern auch das Thema eBike entsprechend ernst nimmt. So ernst, dass man bereits 2011 ein eigenes Design- und Entwicklungszentrum in der Schweiz eingerichtet hat. Den Standort hat man bewusst nach Cham gelegt, denn das verschlafene Schweizer Örtchen liegt nicht nur zentral in Europa, wo momentan alle eBike-Innovationen entstehen, sondern ist auch Hauptsitz namhafter Entwicklungs-Ingenieure und professioneller Fahrer. Mal ganz abgesehen von dem riesigen Verkehrsaufkommen in den Schweizer Metropolen, das letztendlich auch dafür gesorgt hat, dass die Nachfrage an eBikes und S-Pedelecs derart durch die Decke geschossen ist. Für Dominik Geyer, Head of Turbo bei Specialized, ist das Schweizer eBike-Zentrum so oder so die perfekte Arbeitsumgebung: „An einem Ort wie diesem fällt es einem nicht schwer, zum einen seine Leidenschaft fürs Biken auszuleben und zum anderen seine Visionen mit anderen zu teilen. Das ist auch das Ziel von Specialized: den eigenen Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld zu bieten, das ihnen gleichermaßen den Kopf frei hält und sie zu kreativen Ideen anregt.“ Deswegen fährt der leidenschaftliche Mountainbiker auch fast jeden Tag mit dem eBike zur Arbeit oder nutzt den Feierabend, um angrenzende Trails zu entdecken. „Dadurch, dass ich mit dem eMountainbike viel schneller den Berg hochfahren kann, komme ich vor und sogar nach der Arbeit viel öfter zum Trainieren – ganz zu schweigen davon, wie viel Spaß es dank Elektromotor bringt, bergaufund bergabzufahren.

Geyer ist deswegen auch der Meinung, dass das eBiken kein vorübergehender Trend ist, sondern dass das Segment in Zukunft weiter wachsen und sich noch stärker etablieren wird. „Ich bin mir sogar sicher, dass schon bald jedes Fahrrad mit irgendeiner Art von Motor ausgestattet sein wird.“ Glaubt man den aktuellen Zahlen, wurden 2016 immerhin 620.000 eBikes allein in Deutschland verkauft. Im Unternehmen selbst rechnet man mit einem Wachstum von 11 bis 20 Prozent in den nächsten Jahren.

Mittlerweile kümmert sich ein Team von rund 30 Leuten um zukünftige eBike-Innovationen samt Software, Motoren, Apps und anderem Zubehör; bei der Specialized Europe GmbH im Turbo R&D Center in der Schweiz sind 19 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommt ein Team, das für die Bereiche Inside Sales, Finance, Logistik und Operations zuständig ist. In Holzkirchen bei München ist ein Sales- und Marketing-Team für Anfragen aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Österreich zuständig.

Hannah Barnes …

… ist Profi-Mountainbikerin und Teil des Specialized-Athleten-Teams. Ihre Disziplinen reichen von Enduro und Cross-Country über Downhill bis hin zu Triathlon-Wettbewerben. Zu ihren größten Erfolgen zählt unter anderem das Aufstellen des Rekords für Frauen beim Big Ben Nevis Triathlon 2009 und 2011. Hannah sucht die Herausforderung auf der ganzen Welt und fuhr bei zahlreichen Offroad-Wettkämpfen auf das Podium. Sie konnte sogar mehrere international bedeutende Veranstaltungen wie die Bluegrass Enduro Tour 2014 gewinnen. Wahlweise greift Hannah seit Neuestem immer wieder zum eBike und ist seit Kurzem auch als BMW-Markenbotschafterin unterwegs.

Warum greifst du ab und zu zum eBike?
Ich liebe das Potenzial, das mir ein eBike bietet. Es bringt mich höher, schneller und weiter voran. Vor allem lassen sich damit noch mehr Trails entdecken, egal, wie abgelegen sie sind. Zudem kann man selbst bestimmen, wie viel Unterstützung man wählen möchte. Auf längeren Touren empfiehlt sich der Eco-Modus, für eine Extraportion Adrenalin geht man in den Turbo-Modus und hat jede Menge Spaß auch beim Bergabfahren. Ein weiterer Vorteil ist, dass man jetzt mit Freunden unterwegs sein kann, die unterschiedliche konditionelle Voraussetzungen mitbringen: Keiner muss mehr zurückbleiben oder komplett über seinem Level trainieren, um die anderen nicht zu verlieren. Ich war anfangs sehr skeptisch, als sich plötzlich alles nur noch ums eBike gedreht hat – inzwischen bin ich ein Riesenfan, weil man einfach so viel Spaß mit den Bikes haben kann. Ich bin immer wieder erstaunt, wie weit man mit dem eBike kommt, was man alles Neues entdecken kann – und vor allem auch, wie gut man mit dem Levo auf technischen Strecken klarkommt. Mein Fazit: Alles, was es einem ermöglicht, noch schneller in der Natur sein zu können, ist meiner Meinung nach eine gute Sache.

Und wie wird sich das Thema in den kommenden Jahren entwickeln?
Ich denke, der eBike-Markt wird sich noch stärker entwickeln. Immer mehr Menschen werden die Vorteile kennenlernen und zu schätzen wissen.

Mountainbike-Profi Hannah Barnes liebt das Potenzial, das ihr ein eBike bietet.

Mountainbike-Profi Hannah Barnes liebt das Potenzial, das ihr ein eBike bietet.

Als globaler Konzern legt Specialized einen extrem großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den anderen Standorten: Entwicklungen werden in Europa getätigt, in den USA freigegeben und schließlich in einer Fabrik in Taiwan produziert. „Wir sind hier sehr fortschrittlich, so können Designer, Ingenieure und Entwickler dank modernster Technik und trotz Zeitverschiebung optimal miteinander kommunizieren und sich bei Bedarf gegenseitig austauschen.“ Auch in puncto möglicher Markenkooperationen, wie unlängst mit BMW. „Der Automobilhersteller ist damals kurz vor dem Launch des neuen BMW X3 auf uns zugekommen. Man wollte gemeinsam die Synergien nutzen, um die Markenkommunikation mehr in Richtung Outdoor zu lenken. Ganz klar, der BMW X3 fühlt sich offroad zu Hause, und ebenso viel Spaß bringt das Fahren des Specialized Turbo Levo im Gelände. Letztendlich profitieren beide von der guten Zusammenarbeit.“ Das werden sie, denn der Run auf das limitierte Levo ist enorm, seit August werden die auf rund 300 Stück limitierten Bikes sowohl über ausgewählte Specializedals auch über BMW-Händler vertrieben. „Die Nachfrage ist in der Tat sehr hoch“, heißt es auch von BMW-Seite.

Specialized

1974 Gründung durch Mike Sinyard in Morgan Hill (Kalifornien): Fertigung von Tourenreifen, später kamen Mountainbikes hinzu
1981 Launch des Modells Stumpjumpers als erstes serienmäßig produziertes Mountainbike
1989 Das Epic ist das erste Mountainbike mit einem Rahmen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff
1990 Urban Bikes kommen als eigenes Segment hinzu (Globe)
2009 Globe wird unter dem Dach von Specialized eine eigene Marke
2011 In Cham in der Schweiz entsteht ein eigenes Entwicklungszentrum für den eBike-Bereich

Dominik Geyer …

… ist seit knapp vier Jahren als Brand- und Businessmanager für den Bereich Turbo bei Specialized zuständig. In seiner Freizeit greift er momentan immer häufiger zum Trailrider Levo FSR. Warum? „Weil das Hochfahren extrem viel Laune macht, ohne dass man bergab Abstriche machen muss.

Dominik Geyer mit einem seiner eMTBs von Specialized.

Dominik Geyer mit einem seiner eMTBs von Specialized.

Text: Astrid Schlüchter