Senkrecht starten und landen und auf der Stelle schweben? Diese Fähigkeit beherrscht der EHang 184. Das Ein-Mann-Fluggerät aus chinesischer Produktion besteht aus einer Kabine und vier „Beinen“, an deren Enden Propeller montiert sind. Das Design erscheint wie ein Mix aus Minihelikopter und Skigondel. Der Akku reicht für gute 30 Minuten.

Die Kabine besteht aus Aluminium und Kohlefasern, sie hat Flügeltüren sowie vier klappbare Propellerausleger mit acht redundanten Rotoren. Die Motoren werden von Ökostrom angetrieben und befördern das 240 Kilogramm schwere Luftfahrzeug in eine Höhe von bis zu 3.500 Metern. Da wird das Überfliegen von Hochhäusern zum Kinderspiel. Dank des 142 PS starken Antriebs schafft es eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Die Bedienung ist simpel: Nachdem der Passagier den Gurt angelegt hat, gibt er über das Cockpitdisplay, über eine App auf dem Smartphone oder ein Tablet den gewünschten Zielort auf der Landkarte ein. Dann startet er das Lufttaxi per Knopfdruck. Der Quadcopter hebt ab. Der Passagier braucht keinen Pilotenschein, denn das autonome Betriebssystem des sogenannten Autonomous Aerial Vehicle (AAV) folgt wie Googles fahrerlose Autos einer vorprogrammierten Route, weicht Hindernissen selbstständig aus und kommuniziert mit anderen Fluggeräten im Luftraum. Es steht während des Flugs in ständigem Kontakt zu einem Kontrollzentrum. Von dort aus wird das Flugzeug überwacht und im Worst Case ferngesteuert. So braucht es in der Kabine auch keinen Steuerknüppel. „Wir wollen ein Gefährt entwickeln, das jeder nutzen kann, auch wenn er noch nie ein Flugzeug gesteuert hat“, sagt Unternehmenschef Huazhi Hu. Ehang legt ebenfalls großen Wert auf Sicherheit: Die Drohne sei komplett redundant konstruiert, erklärt der Hersteller. Fällt ein System aus, gibt es sofort Ersatz, der übernehmen kann. Zusätzlich befindet sich ein Failsafe-System an Bord, das das Fluggerät automatisch Richtung Bodennähe steuert.