Das Umweltministerium startet einen dreijährigen Feldversuch mit Oberleitungs-Lkw auf Autobahnteilstücken in Hessen und Schleswig-Holstein.

Auf zwei Strecken wurden jeweils sechs Kilometer in beide Richtungen mit Masten und Fahrdrähten ausgerüstet. An den herkömmlichen Dieselantrieb der zehn Test-Lkw verschiedener Speditionen ist ein Elektromotor angekoppelt. Auf dem Zugfahrzeug oder dem Auflieger sind die Akkus montiert.

Die Lkw fahren aber nicht nur elektrisch, sie holen sich auch die Energie für einige Zusatzkilometer ohne Oberleitung. Ein Kilometer unter dem Fahrdraht reicht bei heutiger Akkutechnologie für etwa drei Kilometer rein batterieelektrischer Fahrt. Zukünftig wird mit mehr als dem Vierfachen gerechnet, sodass vermutlich bald mehr Energie während der Oberleitungsfahrt gespeichert werden kann. Dann wären, so hofft das Ministerium, schon 400 Kilometer Oberleitungen ausreichend, um den gesamten Verkehr abzudecken.