Ab September 2019 müssen Elektro- und Hybridautos im Stadtverkehr der USA künstliche Geräusche von sich geben. Das leise Fahren sei, so Experten, eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer. Es bestünde ein höheres Risiko für Unfälle als bei herkömmlichen Autos. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit NHTSA verlangt daher, dass sich alle neuen Modelle bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h vorwärts wie rückwärts hörbar bemerkbar machen. Bei höheren Fahrtgeschwindigkeiten sei dies nicht nötig, da die Fahrzeuge durch Reifen- oder Windgeräusche schon ausreichend auf sich aufmerksam machen würden.

Gesetzliche Vorschriften über das Minimalgeräusch von eFahrzeugen gibt es übrigens auch in Europa – und zwar bereits seit April 2014. Der Einbau eines Acoustic Vehicle Alert System (AVAS) wird vom 1. Juli 2020 an für alle neu zugelassenen Elektro- und Hybridautos in der EU zur Pflicht. Anders als in den USA sollen die Minimalgeräusche aber nur bis etwa 20 km/h erzeugt werden. Soll heißen: eAutos werden in den USA womöglich anders klingen als die gleichen Modelle in Europa.
www.nhtsa.gov

Bereits 2012 wurde ein Nissan Leaf aufgenommen, der bei ca 20 km/h nahezu nicht zu hören ist.

Die Entwicklung von Fahrgeräuschen ist unter anderem auch schon bei Audi in Umsetzung.

Autor: eTecMag