Wer den ultimativen Fahrspass sucht, der entdeckt das Wasser. Keine Grenzen, keine Limits. Mit dem Seabob erleben sie Absolute weite und pure Freiheit. In jedem Leistungsgang.“ Nicht mehr und nicht weniger verspricht der deutsche Hersteller Cayago AG mit seinem elektrisch betriebenem Wasserfahrzeug Seabob. eTecMag-Mitgründer Fabian Burgey hat den Seabob F5 S gemeinsam mit Reff Explorer in Mexico an der wunderschönen Riviera Maya ausführlich testen dürfen – und konnte nicht genug bekommen!

Sucht man eine Mischung aus dynamischem Schnorcheln, agilem (Apnoe-)Tauchen und einem elektrobetriebenen Performance-Gerät für den Wassersportliebhaber, liegt man mit dem Seabob F5 S genau richtig. Mit bis zu 20 km/h über Wasser bringt das E-Jet Power System eine maximale Schubkraft bis zu 680 Newton ins Wasser. Was sich für Autofahrer langsam anhört, ist über und vor allem unter Wasser sehr kraftvoll. Die 6 Leistungsgänge regeln die gewünschte Antriebskraft intuitiv, mit dem Controlgrip bzw. Trigger lässt sich das Hochleistungsspielzeug kinderleicht steuern: Sowohl in der Beschleunigung als auch bei der Schubreduzierung reagierte der Seabob sofort. Wir haben uns bei unserem über einstündigen Ausflug jeweils knapp über der Wasseroberfläche oder ca. 1–3 Meter darunter bewegt. Unsere Geräte waren auf 2,5–3,0 Meter maximale Tauchtiefe eingestellt, um die Tauchtiefe als „Seabob-Anfänger“ nicht versehentlich zu überschreiten. Dagegen können „Seabob-Profis“ bis zu 40 Meter tief tauchen.

Seabob unterwasser
Seabob unterwasser

Bluubbbb-bb-bb: Mit dem emissionsfreien E-Jet Power System des Seabob ist das (Ab-)Tauchen doppelt prickelnd.

Underwater Love mit dem „Seatoy“

Alex von Reef Xplorer (unser Guide und Ansprechpartner vor Ort) erklärte uns bei seiner knapp 15-minütigen Einweisung an Land, dass wir aus sicherheitsrelevanten Gründen eine sogenannte Restube (Rettungsboje in Gürtelform) anlegen müssen, was aber keine Beeinträchtigung bei der Nutzung des Seabob darstellte. Etwas Muskelkraft ist gefragt, wenn man den Seabob zu Wasser lässt. Unsere Testgeräte wogen jeweils 34 Kilo, sind aber dank handlicher Tragegriffe problemlos zu transportieren. Das Gewicht spürt man übrigens zu Wasser überhaupt nicht – im Gegenteil, das „Seatoy“ verleiht dem Nutzer das Gefühl, sich wie ein Fisch durch das Wasser zu bewegen. Möchte man z. B. kurz ohne Gerät abtauchen, schwimmt der Seabob auf der Wasseroberfläche.

Gude Laune, gude Leute, gudes Wetter: Guide Alex von Reef Xplorer mit Fabian Burgey von eTecMag.

Gas geben und Pirouetten drehen

Einmal im Wasser angekommen, dauerte es keine zwei Minuten, bis man den Seabob F5 S direkt bedienen konnte: Intuitiv sind alle relevanten Bedienelemente angebracht und nutzbar. Das Cockpit ist klar gestaltet und zeigt Wassertemperatur, Tauchtiefe, Fahrleistung (Power-Level) sowie Akku-Ladestand an. Gesteuert wird das Wasser-Fun-Gerät ganz einfach über die Gewichtsverlagerung des Körpers. Bereits nach 20–30 Minuten Seabob-Experience war es uns möglich, einhändig zu fahren und so u. a. Pirouetten unter Wasser zu drehen. Die Unterwasserwelt in dieser Form einmal aus dem Blickwinkel eines Fisches zu genießen, war ein tolles Erlebnis! Begleitet wurden wir außerdem von einem Kanu, damit wir für andere Wassersportler besser sichtbar waren. Es empfiehlt sich unserer Meinung nach daher, eine Tour immer in kleineren Gruppen zu unternehmen. Zum einen ist der Fun-Faktor noch höher (gegenseitige Foto- und Videoaufnahmen), zum anderen erhöht die Sichtbarkeit den Schutz vor Unfällen mit anderen Wassersportlern. Die 6 Leistungsgänge des Seabob sorgen über Wasser für extrem viel Spaß und Dynamik – und so am Folgetag übrigens auch für einen kleinen Muskelkater bei uns im Bereich der Oberarme und Schultern. Das Erlebnis war es allerdings wert! Im Tauchmodus unter Wasser haben wir bei Leistungsgang 4 „aufgegeben“, da der Gegendruck des Wassers zu stark wurde. Um die volle Faszination der Unterwasserwelt gemütlich erleben zu können, empfiehlt es sich, den Seabob auf Stufe 2–3 zu fahren.

Laut Hersteller Cayago beträgt die Betriebsdauer bei voller Akkuladung circa 60 Minuten, diese wurde bei unserem Test allerdings deutlich überschritten. Wir sind mit einer Akkukapazität von 93 bzw. 96 Prozent gestartet, ca. 75 Minuten später war gerade mal ein Drittel verbraucht (61 bzw. 65 Prozent Restladung des Akkus). Zwar haben wir für Fotoaufnahmen, kurze Bewunderungen der Unterwasserwelt und diverse Tests der Vielfältigkeit des Gerätes (einarmige Pirouetten) kurze Stopps eingelegt, jedoch haben wir den Seabob etwa 40 Minuten im Dauerbetrieb genutzt.

Der Seabob: kinderleicht und intuitiv!

Sucht man Verbesserungsvorschläge für das getestete Modell, würden uns zwei Vorschläge einfallen: Die Abdeckung der Akku-Ladeöffnung ist nur mit einem Schraubverschluss gesichert. Somit ist diese leicht zu öffnen, dies könnte man aus Sicherheitsgründen etwas schwieriger gestalten. Zweitens fehlte uns – bei kürzeren Pausen, Tauchgängen o. Ä. ohne Gerät – eine Hand- oder Fußschlaufe, wie man es vom Surfboard kennt. Hier stellt sich offen gesagt jedoch die Frage, ob man den Seabob überhaupt aus den Händen lassen möchte.

Ein Preisschnapper ist das „Made in Germany“-Produkt allerdings nicht: Der Seabob ist in der Basisvariante F5 ab 7.845 Euro erhältlich, unsere Testversion Seabob F5 S gibt es ab 10.780 Euro (jeweils zzgl. Frachtkosten sowie Steuern und Abgaben des jeweiligen Importlandes).

Fazit: Cayago hat mit dem Seabob F5 S ein fantastisches Wassersportgerät am Markt. Wer den ultimativen Fahrspaß sucht, trifft mit dem Seabob die richtige Entscheidung. Kinderleicht und intuitiv lassen sich Cockpit und Controlgrips bedienen. Der Seabob ist unabhängig von Körpergewicht oder Größe uneingeschränkt nutzbar und erfordert keinerlei Vorkenntnisse oder Erfahrungen im Wassersport. Wir hatten das Glück, mit Alex von Reef Xplorer einen sehr erfahrenen und kompetenten Seabob-Kenner als Guide an unserer Seite zu wissen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Neben der tollen Streckenführung an der Riviera Maya in Mexiko konnten wir uns den einen oder anderen Trick schnell abschauen und waren begeistert von den weiteren Möglichkeiten, die ein Seabob-Profi aus dem Gerät herausholen kann. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis wir die nächste Tour mit dem Seabob unternehmen!

FACTS-CHECK

Seabob F5 S

  • Antrieb: E-Jet Power System
  • Leistung: bis zu 4,0 kW, 6 Leistungsgänge
  • Schub: bis zu 680 N
  • Geschwindigkeit: bis zu 20 km/h über Wasser, bis zu 18 km/h unter Wasser
  • Betriebsdauer: ca. 60 min
  • Ladezeit: Schnellladung ca.1,5 h
  • Maße: (L x B x H in cm) 115,2 x 50,7 x 37,2
  • Gewicht: ca. 34 kg, 10 kg Auftrieb im Wasser
  • Tauchtiefe: bis zu 40 m (2,5 m Sicherheitsabschaltung)
  • Preis (Nettopreis ab Werk): 10.780 Euro

www.seabob.com und www.reefxplorer.com

SEABOBs am Strand