Roller und TÜV: Wie oft ist eine Prüfung notwendig?

Roller und TÜV: Wie oft ist eine Prüfung notwendig?

Warum muss ein Roller zum TÜV?

In Deutschland unterliegen viele Fahrzeuge der Pflicht, regelmäßig beim TÜV vorstellig zu werden, und das aus gutem Grund. Der Technische Überwachungsverein, besser bekannt als TÜV, sorgt für die Verkehrstauglichkeit unserer Fortbewegungsmittel. Aber bevor wir zu den Details kommen, warum ist dieser ganze Aufwand eigentlich nötig? Ganz einfach: Sicherheit! Mängel können leicht zu Unfällen führen, die man sich mit einer rechtzeitigen Überprüfung sparen könnte. Denkt mal drüber nach, wie oft seid ihr schon mit eurem Roller unterwegs gewesen und habt euch überlegt, ob die Bremsen noch richtig ziehen? Der TÜV hilft dabei, solche Fragen zu klären, bevor es brenzlig wird.

Ein Roller muss generell alle zwei Jahre zum TÜV, zumindest wenn er in der gleichen Kategorie wie ein Motorrad fällt. Das gilt für Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 45 km/h oder einem Hubraum von mehr als 50 cm³. Anders sieht es bei kleinen Rollern, also Mofas oder Elektroscootern, aus; die sind von dieser Pflicht größtenteils befreit. Trotzdem empfiehlt es sich, auch diese regelmäßig durchchecken zu lassen, allein aus Eigenverantwortung. Besonders bei älteren Modellen lohnt ein Blick auf die Verschleißteile. Und wenn jetzt alle Ehemaligen von zum Beispiel fünf Jahren an einen „einmaligen“ Umstieg denken – die gute Nachricht: Neufahrzeuge haben in den ersten drei Jahren die Befreiung vom TÜV! Danach folgt dann der Zweijahresrhythmus.

Was wird beim TÜV geprüft?

Was wird beim TÜV geprüft?

Stellt euch den TÜV wie den jährlichen Gesundheitscheck beim Arzt vor – nur für euren Roller. Hier wird nicht nur geschaut, ob das Lämpchen noch leuchtet, sondern eine gründliche Inspektion durchgeführt, um alle Komponenten zu bewerten. Im Vordergrund stehen natürlich sicherheitsrelevante Aspekte. Bremsen, Licht, Fahrwerk – alles wird auf Herz und Nieren getestet. Der Sicherheitsaspekt ist hierbei nicht zu vernachlässigen, denn nur richtig funktionierende Bremsen garantieren, dass ihr im Fall der Fälle auch sicher zum Stehen kommt. Daher wird nicht nur der Zustand der Bremsbeläge geprüft, sondern ebenso das Bremssystem als Ganzes. Eine weitere zentrale Komponente ist die Beleuchtung. Hier wird nicht nur geschaut, ob das Licht überhaupt angeht, sondern auch eingestellt, ob es euch und andere Verkehrsteilnehmer richtig ins Licht rückt. Wer erinnert sich nicht genau daran, wie oft man von blendenden Lichtern entgegenkommt.

Nicht zu unterschätzen ist zudem der Zustand der Reifen. Passt der Luftdruck? Sind sie gleichmäßig abgefahren? Es gibt klare Richtlinien, welche Reifen noch als verkehrssicher gelten. Ein falsch bereifter Roller kann die Fahrdynamik erheblich beeinträchtigen. Und zwar nicht im positiven Sinne. Weiter geht es dann mit dem Fahrwerk. Ein ausgeschlagenes Lager oder ein defekter Stoßdämpfer kann die Fahrsicherheit gefährden. Hierbei geht es jedoch nicht nur um Kosten: Der Wert der Anfangsinvestition in ein funktionstüchtiges, geprüftes Fahrzeug steigert sich durch regelmäßige Checks ungemein. Ein Roller, der regelmäßig gewartet wurde und Noch TÜV besitzt, steigert nicht nur den eigenen Fahrspaß, sondern auch den potentiellen Preis beim Verkauf. Beim Kaufvertrag interessiert niemanden, wann das Öl das letzte Mal gewechselt wurde. Aber ob der TÜV intakt ist, das interessiert alle!

Tipps für den stressfreien TÜV-Besuch

Tipps für den stressfreien TÜV-Besuch

Es mag stressig klingen, aber den TÜV zu umgehen oder zu verschieben, ist kein guter Plan. Deshalb hier ein paar Tipps, wie ihr den TÜV-Termin so entspannt wie möglich gestalten könnt. Beginnt rechtzeitig mit den Vorbereitungen. Der einfachste Weg einen Termin zu vergessen oder gar zu verpassen, ist keinen Überblick zu haben, wann er ansteht. Tragt euch den nächsten TÜV-Termin also direkt nach der Abnahme in euren Kalender ein oder nutzt eine Erinnerungs-App, um rechtzeitig daran erinnert zu werden. So seid ihr noch früh genug dran, um eventuelle Mängel beheben zu lassen.

Bevor ihr eure Rollerkuh oder euren Scooter zur Prüfung bringt, macht auf jeden Fall eine kleine Vorabinspektion. Prüft alle Lichter, hupt einmal kräftig und testet die Bremsen. Habt ein Auge auf den Reifendruck und kontrolliert alle relevanten Fahrzeugpapiere auf Vollständigkeit. Vergleichbar mit dem Reiz einer Ausfahrt ist das Gefühl, wenn beim ersten Versuch alles passt und die Prüfplakette direkt draufklebt. Sollte wider Erwarten doch etwas nicht stimmen, keine Panik! Meist lässt sich vieles in der Werkstatt gleich um die Ecke schnell beheben. Vor allem aber seid ehrlich! Verschweigt dem TÜVler nichts, er fährt schließlich auch mit euch im selben Straßenverkehr.

Und zum Schluss: Denkt immer daran, der TÜV ist kein Feind! Er ist vielmehr ein Partner, der hilft, dass ihr euren Roller guten Gewissens und möglichst lange nutzen könnt. Mit einem bisschen Planung und Sorgfalt ist die TÜV-Prüfung bestimmt bald nur noch Routine für euch. Also, ran an die Motoren und viel Erfolg beim nächsten TÜV-Termin!

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