E-Bike kaufen gebraucht: Was du wirklich wissen musst

Beim E-Bike kaufen gebraucht, ein elektrisches Fahrrad, das bereits von einem Vorbesitzer genutzt wurde. Also known as gebrauchtes E-Bike, ist es eine der intelligentesten Möglichkeiten, in die Elektromobilität einzusteigen – ohne das volle Neupreisrisiko zu tragen. Doch ein günstiges Angebot ist nicht automatisch ein guter Deal. Viele kaufen ein gebrauchtes E-Bike, weil es billig wirkt – und landen dann mit einem Akku, der nach drei Monaten nur noch halb so weit reicht, oder einem Motor, der stottert wie ein altes Mofa.

Der E-Bike Akku, die Batterie, die den Motor mit Energie versorgt und die Reichweite bestimmt ist das Herzstück. Ein neuer Akku kostet 400 bis 800 Euro – das ist mehr als die Hälfte des Neupreises eines günstigen E-Bikes. Deshalb: Frag nach dem Alter des Akkus, nicht nach der Laufleistung. Ein Akku verliert pro Jahr 5–10 % seiner Kapazität, egal wie oft er gefahren wurde. Ein zwei Jahre alter Akku mit 80 % Kapazität ist noch in Ordnung. Ein vier Jahre alter mit 60 % ist ein Warnsignal. Und wenn der Verkäufer nicht weiß, welchen Akku das Bike hat – lauf weg.

Der E-Bike Motor, das Antriebssystem, das die Trittkraft unterstützt und entscheidend für Haltbarkeit und Wartungsaufwand ist ist der zweite Knackpunkt. Bosch Performance Line ist der zuverlässigste Motor auf dem Markt – er hält 10 Jahre und mehr. Yamaha PW und Shimano EP8 sind auch gut, aber Shimano ist anfälliger für Feuchtigkeit. Wenn der Motor rattert, quietscht oder die Unterstützung plötzlich ausfällt, ist das kein Kleinigkeiten. Das ist teuer zu reparieren – oft teurer als der Kaufpreis des Bikes.

Und dann gibt’s noch die E-Bike Prüfung, die technische Inspektion, die du vor dem Kauf unbedingt machen solltest. Kein Händler, der dir ein gebrauchtes E-Bike verkauft, ist verpflichtet, es zu prüfen. Aber du solltest es tun. Lass es von einer Fachwerkstatt checken – für 30 bis 50 Euro. Die prüfen Bremsen, Kabel, Ladedose, Rahmen auf Risse und ob die Software aktuell ist. Ein Bike mit frischer Software läuft stabiler und sicherer. Und wer weiß – vielleicht entdeckt der Mechaniker, dass der Vorbesitzer den Akku ausgetauscht hat, aber nicht den Verkaufspreis angepasst hat.

Du musst nicht alles selbst können. Aber du musst die richtigen Fragen stellen. Wie viele Kilometer hat das Bike? Ist der Akku original? Wurde er schon mal gewechselt? Hat das Bike eine Garantie? War es in der Garage oder auf dem Balkon gelagert? Hat es Regen oder Winter ausgesetzt? Ein E-Bike, das im Keller stand, ist ein anderes als eines, das im Winter auf dem Hof verrostet ist.

Die besten Angebote findest du nicht bei großen Händlern, sondern bei Privatpersonen, die ihr E-Bike wegen Umzug, Krankheit oder Wechsel zum Auto verkaufen. Auf Facebook-Gruppen, in lokalen Foren oder bei der Stadtverwaltung – dort, wo Leute ehrlich erzählen, warum sie verkaufen. Und wenn jemand sagt: „Ich hab’s nur zweimal gefahren“ – dann frag nach dem Datum der ersten Fahrt. Vielleicht ist es ein Lagermodell aus 2021, das nie richtig genutzt wurde. Das ist Gold wert.

Ein gebrauchtes E-Bike ist kein Risiko – wenn du weißt, worauf du achten musst. Es ist eine Chance, ein hochwertiges Fahrrad zu einem Bruchteil des Preises zu bekommen. Aber nur, wenn du nicht auf den ersten Blick kaufst. Wenn du fragst. Wenn du prüfst. Wenn du nicht nur den Preis siehst, sondern die Geschichte dahinter.

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