Wenn Sie sich einen E-Scooter kaufen wollen, fragen Sie sich vielleicht: E-Scooter mit 25 km/h - ist das überhaupt erlaubt? Die Antwort ist einfach: Nein, nicht in Deutschland. Und das hat tiefere Gründe, als viele denken.
Warum gibt es keine 25 km/h E-Scooter auf öffentlichen Straßen
In Deutschland dürfen E-Scooter maximal 20 km/h fahren. Das steht klar im Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Wer einen E-Scooter mit 25 km/h auf öffentlichen Wegen fährt, macht sich strafbar. Das gilt egal, ob er aus dem Ausland kommt, online bestellt wurde oder von einem Freund geliehen wurde. Die Polizei kontrolliert das - besonders in Städten wie Leipzig, Berlin oder München - und bucht solche Verstöße mit mindestens 30 Euro Bußgeld. Manchmal kommt sogar ein Punkt in Flensburg dazu.
Warum genau 20 km/h? Es geht um Sicherheit. E-Scooter sind keine Motorräder. Sie haben keine Bremssysteme wie Autos, keine Aufprallzonen, keine Gurt- oder Helmverpflichtung (obwohl Helm dringend empfohlen wird). Bei 25 km/h reicht die Reaktionszeit oft nicht mehr aus, um Hindernisse, Fußgänger oder plötzlich geöffnete Autotüren zu vermeiden. Studien des ADAC zeigen, dass Unfälle mit E-Scootern um 40 % häufiger sind, wenn sie über 20 km/h fahren - und die Verletzungen sind oft schwerer.
Was ist mit E-Scootern, die 25 km/h können?
Ja, es gibt E-Scooter, die technisch 25 km/h oder sogar 30 km/h schaffen. Aber sie sind nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Sie fallen in eine Grauzone: Sie sind weder ein Fahrzeug der Klasse L1e (Leichtkraftrad) noch ein normaler E-Scooter. Solche Modelle werden oft als „Spielzeug“ oder „für private Flächen“ verkauft - aber das ist irreführend.
Wenn Sie so einen E-Scooter kaufen, bekommen Sie meistens eine „Nicht-Zulassung“-Erklärung. Das bedeutet: Kein Kennzeichen, keine Versicherung, keine Haftpflicht. Fahren Sie ihn trotzdem auf der Straße, ist das wie Fahren ohne Fahrerlaubnis - und das ist kein Kleingedrucktes, das man übersehen kann. Es ist ein klares Verbot.
Wo können Sie E-Scooter mit 25 km/h trotzdem nutzen?
Nur auf privatem Gelände. Das heißt: auf Ihrem Grundstück, in einer abgeschlossenen Halle, auf einem leeren Parkplatz, den Sie allein nutzen. Keine öffentlichen Wege. Keine Radwege. Keine Fußgängerzonen. Keine Parkplätze mit öffentlichem Zugang. Selbst in einem Wohnsiedlungshof, der von anderen Bewohnern genutzt wird, gilt das als öffentlicher Raum - und ist verboten.
Einige Firmen nutzen solche E-Scooter auf Firmengeländen, in Lagerhallen oder auf großen Baustellen. Aber auch dort brauchen sie eine Genehmigung vom Betriebsrat, eine spezielle Versicherung und oft sogar eine Ausbildung für die Fahrer. Für Privatpersonen ist das nicht relevant - und auch nicht legal, wenn es auf öffentliche Wege übertragen wird.
Was passiert, wenn Sie trotzdem mit 25 km/h fahren?
Wenn Sie erwischt werden, passiert Folgendes:
- Bußgeld: Ab 30 Euro - bei Wiederholung bis zu 120 Euro.
- Punkt in Flensburg: Wenn die Geschwindigkeit über 20 km/h liegt, wird ein Punkt vergeben.
- Haftung: Bei einem Unfall haften Sie vollständig. Die Versicherung weigert sich zu zahlen - weil der E-Scooter nicht zugelassen war.
- Einschleichung: Die Polizei kann den E-Scooter beschlagnahmen. Sie müssen ihn selbst abholen - und zahlen noch Gebühren.
Es gibt Fälle, in denen Leute mit 25 km/h-E-Scootern auf dem Radweg erwischt wurden - und danach ihre Versicherung nicht mehr erneuern konnten, weil sie als „risikobehaftet“ eingestuft wurden. Das ist kein theoretisches Risiko. Das passiert real.
Was ist mit E-Scootern mit 20 km/h? Sind die sicher?
Ja, E-Scooter mit 20 km/h sind die einzigen, die legal auf öffentlichen Wegen fahren dürfen - vorausgesetzt, sie erfüllen bestimmte Bedingungen:
- Maximal 70 cm breit und 1,40 m hoch
- Mindestens eine Beleuchtung (Vorder- und Rücklicht)
- Eine Bremse, die sicher hält
- Eine Hupe oder Klingel
- Eine Zulassungsbescheinigung (mit CE-Kennzeichnung und Prüfzeichen)
Die meisten E-Scooter, die Sie in Deutschland kaufen, erfüllen das. Aber Achtung: Nicht alle Online-Angebote sind seriös. Einige Händler verkaufen E-Scooter mit 25 km/h, aber mit falschen Zulassungsscheinen. Die sind gefälscht. Die Polizei erkennt sie sofort - und Sie zahlen dafür.
Wo können Sie einen legalen E-Scooter kaufen?
Suchen Sie nach Händlern, die klar angeben: „Zugelassen für den deutschen Straßenverkehr“. Das bedeutet: Sie haben eine „Allgemeine Betriebserlaubnis“ (ABE) und einen „Typenschild“ mit der maximalen Geschwindigkeit von 20 km/h.
Vertrauenswürdige Anbieter in Deutschland sind:
- Alomo (Berlin)
- Rollscooter.de (Köln)
- CityScooter (München)
- Elektro-Roller-Shop (Leipzig)
Sie sollten nie einen E-Scooter kaufen, der nur auf Amazon, eBay oder aus China importiert wird - ohne deutsche Zulassung. Die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht legal ist, liegt bei über 80 %. Selbst wenn er „neu“ aussieht, ist er oft nicht prüfungsgeprüft.
Was ist mit E-Scootern aus dem Ausland?
Ein E-Scooter aus Frankreich, Italien oder den Niederlanden, der 25 km/h fährt, ist in Deutschland nicht erlaubt. Jedes Land hat eigene Regeln. Was in Frankreich erlaubt ist, ist hier verboten. Selbst wenn er eine europäische CE-Kennzeichnung hat, reicht das nicht. Die deutsche Zulassung ist eine eigene Prüfung - mit eigenen Tests für Bremsen, Licht, Stabilität und Geschwindigkeitsbegrenzung.
Wenn Sie einen E-Scooter aus dem Ausland mitbringen, müssen Sie ihn bei der Zulassungsbehörde prüfen lassen - und das kostet mehrere hundert Euro. In den meisten Fällen wird er abgelehnt, weil er nicht den deutschen Sicherheitsstandards entspricht.
Was ist mit E-Scootern mit Pedalunterstützung?
Einige E-Scooter haben ein Pedal, das man treten kann - wie ein E-Bike. Aber das ändert nichts. Solange die elektrische Unterstützung über 20 km/h geht, ist es immer noch ein nicht zugelassenes Fahrzeug. Pedalunterstützung macht ihn nicht legal. Es macht ihn nur schwerer und teurer - und die Strafe bleibt gleich.
Wie erkennen Sie einen legalen E-Scooter?
Suchen Sie nach diesen drei Dingen:
- Typenschild: Klebt auf dem Fahrzeug. Da steht: „Max. Geschwindigkeit: 20 km/h“.
- CE-Kennzeichnung: Muss mit einer vierstelligen Prüfnummer kombiniert sein (z. B. CE 0123).
- Zulassungsbescheinigung: Ein Papier, das Sie beim Kauf bekommen - mit dem Namen des Händlers und dem Prüfzeichen des TÜV oder DEKRA.
Wenn Sie das nicht haben, ist der E-Scooter nicht legal - egal wie gut er aussieht oder wie günstig er ist.
Was tun, wenn Sie schon einen 25 km/h-E-Scooter haben?
Wenn Sie einen solchen E-Scooter besitzen, haben Sie drei Optionen:
- 1. Nicht mehr fahren. Lagern Sie ihn auf Ihrem Grundstück ein. Nutzen Sie ihn nur privat - und nie auf öffentlichen Wegen.
- 2. Zurückgeben. Wenn Sie ihn vor weniger als 14 Tagen gekauft haben, können Sie ihn zurückgeben - selbst wenn der Händler sagt, er sei „legal“. In Deutschland gilt: Verkauf von nicht zugelassenen Fahrzeugen ist unlauterer Wettbewerb. Sie haben ein Rückgaberecht.
- 3. Umrüsten. Einige Werkstätten bieten an, die Software der Geschwindigkeitsbegrenzung zu ändern - aber das ist illegal. Es ist wie das Abschalten der Abgasreinigung im Auto. Sie riskieren Strafe, Haftung und Versicherungsverlust.
Keine dieser Optionen ist perfekt - aber alle sind besser, als mit einem illegalen Fahrzeug auf der Straße zu fahren.
Was kommt in Zukunft?
Es gibt Diskussionen, ob Deutschland die Grenze auf 25 km/h anhebt - aber bislang gibt es keine konkreten Pläne. Die Bundesregierung argumentiert: E-Scooter sollen als Ergänzung zum Radverkehr dienen, nicht als Ersatz für Mofas oder Motorräder. Ein höheres Tempo würde sie in die gleiche Risikokategorie bringen wie Leichtkrafträder - und dann müsste man sie auch mit Helm, Versicherung und Führerschein regeln. Das wäre ein riesiger Aufwand - und vermutlich nicht gewollt.
Die Zukunft liegt also bei 20 km/h - mit besseren Bremsen, smarteren Sensoren und mehr Schutzstreifen. Wer heute einen E-Scooter kauft, sollte sich auf das Limit einstellen. Und wer 25 km/h will, sollte lieber ein E-Mofa oder ein E-Bike mit 25 km/h wählen - die sind legal, versichert und zugelassen.
Kann ich einen E-Scooter mit 25 km/h auf Privatgrundstück fahren?
Ja, Sie dürfen einen E-Scooter mit 25 km/h nur auf vollständig privatem Grundstück fahren - also auf Ihrem eigenen Grundstück, in einer abgeschlossenen Halle oder einem leeren, exklusiv genutzten Parkplatz. Sobald andere Personen oder öffentliche Wege betroffen sind, ist das verboten. Auch in Wohnanlagen mit gemeinsamen Wegen gilt das als öffentlicher Raum.
Was passiert, wenn ich mit einem illegalen E-Scooter erwischt werde?
Sie bekommen ein Bußgeld von mindestens 30 Euro, einen Punkt in Flensburg und riskieren die Beschlagnahmung des Fahrzeugs. Bei einem Unfall haften Sie voll - Ihre Versicherung zahlt nicht. Der Händler, der Ihnen den Scooter verkauft hat, kann auch belangt werden, wenn er die Zulassung falsch angegeben hat.
Gibt es Ausnahmen für E-Scooter mit 25 km/h?
Nein, es gibt keine gesetzlichen Ausnahmen für Privatpersonen. Auch Behinderte, Senioren oder Kurzstreckenfahrer müssen sich an die 20 km/h-Grenze halten. Es gibt keine Sondergenehmigungen. Wer mehr Geschwindigkeit braucht, muss ein Mofa, ein Elektro-Moped oder ein E-Bike mit 25 km/h wählen - die sind legal und zugelassen.
Warum dürfen E-Bikes 25 km/h, aber E-Scooter nicht?
E-Bikes gehören zu einer anderen Fahrzeugklasse. Sie haben ein Tretlager, eine Sitzbank, eine Lenkstange und müssen nach der EU-Richtlinie EN 15194 geprüft werden. E-Scooter sind als „elektrische Kleinstfahrzeuge“ klassifiziert - mit strengeren Beschränkungen, weil sie weniger stabil sind und oft ohne Fahrerschutz genutzt werden. Die Gesetze unterscheiden also nach Bauart, nicht nach Geschwindigkeit.
Kann ich einen 25 km/h-E-Scooter in Deutschland zulassen lassen?
Nein. Es gibt keine Zulassungsstelle in Deutschland, die einen E-Scooter mit 25 km/h für den Straßenverkehr zulässt. Selbst wenn Sie ihn zum TÜV bringen, wird er abgelehnt. Die technischen Vorgaben der StVZO lassen keine solchen Fahrzeuge zu. Sie können ihn nur als „nicht zugelassen“ registrieren - und dann nur privat nutzen.
Joel Lauterbach
März 4, 2026 AT 08:2620 km/h ist vollkommen ausreichend für den Stadtverkehr. Wer mehr will, nimmt einfach ein E-Mofa. Die Gesetze sind da nicht willkürlich, sondern aus Sicherheitsgründen da.
Stephan Schär
März 4, 2026 AT 22:43Ich hab meinen 25er noch auf dem Dachboden liegen 🤦♂️… dachte, der ist doch nur fürs Gelände. Bis ich ihn mal auf dem Radweg kurz genutzt hab und ne 40€-Strafe kassiert hab. Jetzt hab ich ihn an nen Kumpel verkauft, der ihn in seinem Garten als Rasenmäher-Ersatz nutzt. 😅
Mischa Decurtins
März 5, 2026 AT 16:41Wenn Leute trotzdem 25 km/h fahren dann ist das nicht nur illegal sondern auch eine echte Gefahr für andere. Wer so was tut hat kein Verständnis für Gemeinschaft und Sicherheit. Das ist nicht nur dumm, das ist egoistisch.
Catharina Doria
März 6, 2026 AT 15:34Die StVZO ist hier nicht der Feind, sondern die letzte Verteidigungslinie gegen eine Lawine aus ungesicherten, hochfahrenden Mini-Fahrzeugen. Die 20 km/h-Grenze ist kein Vorschlag, sie ist ein technisches und psychologisches Kalkül: Die Reaktionszeit eines Menschen bei 20 km/h ist knapp aber noch handhabbar. Bei 25 ist sie bereits im roten Bereich. Und nein, Helm hilft da nicht viel, wenn du mit 25 in eine geöffnete Autotür krachst. Die ADAC-Studien sind kein Gerücht, sie sind dokumentiert. Wer das ignoriert, spielt mit dem Leben – seines und anderer.
Astrid Shapiro
März 8, 2026 AT 04:22Ich hab ne Nachbarin, die fährt ihren 25er jeden Morgen durch die Wohnanlage. Sie sagt, sie hat 'n' Privatweg'. Aber der führt an drei Briefkästen vorbei und über einen öffentlichen Fußweg. Ich hab das gemeldet. Sie hat jetzt ein Bußgeld. Und ich? Ich hab endlich Ruhe. Manchmal muss man halt die kalte Schulter zeigen.
Niklas Lindgren
März 8, 2026 AT 20:53Deutschland. Wieder mal. Wir verbieten alles, was Spaß macht. In Frankreich fährt jeder 25er, in den Niederlanden auch. Aber hier? Hier müssen wir uns mit 20 km/h durch die Stadt quälen, während die Polizei uns wie Verbrecher behandelt. Wer hat eigentlich entschieden, dass wir keine schnelleren Scooter brauchen? Nicht wir. Und jetzt kriegen wir noch einen Punkt in Flensburg für 'schnell fahren'? Lachhaft.
Yanick Iseli
März 10, 2026 AT 11:36Es ist bemerkenswert, wie schnell hier das Recht als Belästigung wahrgenommen wird. Die StVZO ist nicht willkürlich, sie ist das Ergebnis jahrelanger Unfallanalysen, medizinischer Gutachten und europäischer Harmonisierungsversuche. Ein E-Scooter ist kein Spielzeug – er ist ein Verkehrsmittel, das unter strengeren Auflagen steht, weil es sich nicht mit dem Fahrrad vergleichen lässt. Wer das nicht akzeptiert, verkennt die Grundlagen der Verkehrssicherheit. Und ja: Es gibt keine Ausnahmen. Weder für Senioren, noch für 'Kurzstrecken'.
Seraina Lellis
März 11, 2026 AT 15:22Ich hab mal einen E-Scooter mit 25 km/h aus der Schweiz mitgebracht – dachte, die CE-Kennzeichnung reicht. Täuschung. Die deutsche Zulassungsbehörde hat ihn als 'nicht konform' zurückgewiesen, obwohl er technisch besser war als viele zugelassene Modelle. Warum? Weil die Bremsen nicht unter 10 Metern bei 20 km/h halten, weil die Lichter nicht automatisch gehen, weil die Hupe nicht laut genug ist. Es ist nicht nur Geschwindigkeit – es ist das Gesamtpaket. Und wenn man das nicht versteht, dann ist man nicht gegen die Regeln, sondern einfach blind für Details. Und das ist gefährlich.
Ulrich Sander
März 12, 2026 AT 05:24Manchmal denke ich: Ist das nicht die moderne Form der Sklaverei? Wir sollen 'sicher' sein, aber was ist Sicherheit, wenn sie uns die Freiheit nimmt? 🤔 Ein E-Scooter mit 25 km/h ist nicht nur ein Fahrzeug – er ist ein Symbol. Für Geschwindigkeit. Für Unabhängigkeit. Für das Recht, schneller zu sein als das System. Ich fahre ihn nicht mehr öffentlich – aber ich schaue ihm jeden Abend zu, wie er im Hof rast. Und ich lächle. Weil er noch lebt. 🌅⚡
Dieter Krell
März 12, 2026 AT 19:17Ich hab neulich einen 25er auf einem Parkplatz gesehen – und der Typ hat gesagt, er fährt nur 'privat'. Aber der Parkplatz war voller Leute, die einkaufen. Also hab ich die Polizei gerufen. Keine Ahnung, ob er was kriegt, aber ich hab mich nicht mehr so unsicher gefühlt. Vielleicht ist das der Punkt: Nicht jeder muss alles wissen – aber jeder muss mal was tun. 🙌