Stell dir vor, du packst deinen E-Scooter in den Koffer, fliegst nach Barcelona, Paris oder Amsterdam - und willst damit einfach losfahren. Klingt cool, oder? Aber ist das überhaupt erlaubt? Viele denken: Wenn der Roller in Deutschland fahren darf, dann doch auch anderswo. Leider ist das ein gefährlicher Irrtum. Jedes Land hat seine eigenen Regeln. Und wer die nicht kennt, riskiert nicht nur Geld, sondern auch Ärger mit der Polizei.
Deutschland vs. Europa: Die Regeln sind nicht gleich
In Deutschland darfst du einen E-Scooter ab 14 Jahren fahren, wenn er max. 20 km/h schnell ist, eine Betriebserlaubnis hat und du einen Versicherungskennzeichen anbringst. Aber in Spanien? Da musst du mindestens 16 Jahre alt sein, und in vielen Städten wie Madrid oder Barcelona ist das Fahren auf Gehwegen verboten - selbst wenn du dein Fahrzeug auf dem Radweg hältst. In Frankreich ist es Pflicht, einen Helm zu tragen, wenn du schneller als 25 km/h fährst. Und in Österreich? Da ist das Fahren auf Radwegen nur erlaubt, wenn der Roller eine Geschwindigkeit von max. 12 km/h hat. Das ist deutlich langsamer als in Deutschland.
Die meisten Länder haben ihre eigenen Höchstgeschwindigkeiten, Altersgrenzen und Pflichtausrüstungen. In Italien darfst du keinen E-Scooter auf Autobahnen oder Schnellstraßen fahren. In den Niederlanden musst du eine Haftpflichtversicherung nachweisen - und die deutsche Versicherung gilt dort nicht automatisch. Du kannst nicht einfach deine deutsche Versicherungskarte zeigen und hoffen, dass das reicht. Die meisten ausländischen Versicherungen erkennen deutsche Policen nicht an. Das ist kein kleiner Punkt. Wenn du einen Unfall hast und keine gültige Versicherung hast, zahlst du selbst - und das kann schnell mehrere tausend Euro kosten.
Was passiert, wenn du gegen die Regeln verstößt?
Einmal in Barcelona mit dem E-Scooter auf dem Bürgersteig gefahren? Die Polizei kann dir den Roller sofort beschlagnahmen. In Paris wird dir eine Strafe von bis zu 150 Euro aufgebrummt, wenn du ohne Helm fährst - und das bei einem Roller, der nur 15 km/h schnell ist. In der Schweiz ist das Fahren mit E-Scootern auf Radwegen nur erlaubt, wenn sie als „Leichtmofa“ zugelassen sind. Viele gängige Modelle aus Deutschland erfüllen diese Anforderung nicht. Du bist also nicht nur unversichert, sondern auch rechtswidrig unterwegs.
Und es wird nicht besser, wenn du den Roller einfach „versteckst“. In vielen Städten gibt es spezielle Kontrollen für E-Scooter - besonders in Touristengebieten. In Amsterdam wurden im Jahr 2024 über 3.200 E-Scooter beschlagnahmt, weil sie nicht den lokalen Vorschriften entsprachen. Die meisten davon gehörten Touristen aus Deutschland. Du bist nicht der Erste, der das versucht hat. Und du wirst nicht der Letzte sein.
Welche Länder sind E-Scooter-freundlich?
Nicht alle Länder sind so streng. In Dänemark ist das Fahren mit E-Scootern sehr verbreitet - und die Regeln sind klar: Du darfst nur auf Radwegen und in Tempo-30-Zonen fahren, du brauchst keine Versicherung (weil die Stadt die Haftpflicht übernimmt), und du musst einen Helm tragen. Die meisten E-Scooter, die du in Deutschland kaufst, passen da rein - solange sie nicht schneller als 20 km/h sind.
Portugal ist auch eine gute Option. In Lissabon und Porto darfst du E-Scooter auf Radwegen und in der Stadt fahren, solange du nicht schneller als 25 km/h bist. Es gibt keine Helmpflicht, und die Versicherung aus Deutschland wird meist akzeptiert - aber nur, wenn du sie vorweisen kannst. Ein digitaler Ausdruck oder ein Screenshot reicht oft. Aber: Du musst den Roller immer mit Licht und Rücklicht fahren. Das ist Pflicht - und viele deutsche Modelle haben schwache oder gar keine Beleuchtung.
Die Schweiz ist tricky. Dort gilt: Wenn dein E-Scooter eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h hat und eine Betriebserlaubnis (Typengenehmigung), dann darfst du ihn fahren. Aber viele günstige Modelle aus China oder Amazon haben diese Zulassung nicht. Du kannst sie nicht einfach „mitnehmen“ und hoffen, dass niemand merkt, dass sie nicht zugelassen sind. Die Schweizer Behörden prüfen die Typenschilder - und wenn sie nicht stimmen, wird der Roller eingezogen.
Was du vor der Reise checken musst
Bevor du deinen E-Scooter einpackst, mach das hier:
- Prüfe die Höchstgeschwindigkeit: In vielen Ländern ist 20 km/h die Obergrenze. Wenn dein Roller 25 km/h schafft, ist er in vielen Orten verboten.
- Überprüfe die Zulassung: Hat dein Roller ein EU-Kennzeichen (Typengenehmigung nach EU-Richtlinie 168/2013)? Ohne das ist er in fast allen Ländern illegal.
- Prüfe die Versicherung: Deine deutsche Haftpflichtversicherung gilt nur in Deutschland und einigen Nachbarländern. Für andere Länder brauchst du eine internationale Versicherung - oder du musst vor Ort eine abschließen.
- Checke die Helmpflicht: In Frankreich, Dänemark, Österreich und der Schweiz ist Helm tragen Pflicht - auch wenn du nur 15 km/h fährst.
- Wisse, wo du fahren darfst: In vielen Städten ist das Fahren auf Gehwegen verboten. In Barcelona, Paris, Rom und Amsterdam darfst du nur auf Radwegen oder in Fahrradstraßen fahren.
Ein Tipp: Lade dir die offiziellen Verkehrsbehörden-Websites der Länder herunter - als PDF oder Screenshot. In Spanien ist das Directorio General de Tráfico, in Frankreich Service-Public.fr. Wenn du von der Polizei angesprochen wirst, kannst du zeigen: „Ich habe die Regeln gelesen - ich versuche, sie einzuhalten.“ Das zählt oft mehr als du denkst.
Was ist mit Miet-E-Scootern?
Wenn du dir vor Ort einen E-Scooter mietest - etwa von Lime, Tier oder Dott - dann ist das oft die sicherste Option. Die Mietanbieter stellen sicher, dass ihre Roller den lokalen Gesetzen entsprechen. Sie haben die richtige Geschwindigkeit, die richtige Beleuchtung, und die Versicherung ist eingeschlossen. Du musst dich nur registrieren, einen Führerschein vorweisen (meist ein normaler Führerschein reicht), und du bist auf der sicheren Seite.
Der Nachteil? Du kannst nicht einfach losfahren, wenn du den Roller nicht mehr brauchst. In vielen Städten musst du ihn an einem festen Parkplatz abstellen - und wenn du ihn woanders abstellst, kostet das extra. In Berlin ist das kein Problem. In Rom oder Prag schon. Da wird dir 10 Euro Gebühr aufgebrummt, wenn du den Roller auf dem Bürgersteig lässt.
Was tun, wenn dein Roller nicht erlaubt ist?
Du hast einen E-Scooter, der in Deutschland super läuft - aber er hat keine EU-Zulassung? Dann bring ihn nicht mit. Es gibt keine Ausnahme. Selbst wenn du ihn nur „einmal“ benutzen willst. Die Strafen sind nicht zu unterschätzen. In Italien kannst du bis zu 700 Euro Strafe zahlen, wenn du mit einem nicht zugelassenen Roller fährst. In Österreich ist das sogar ein Vergehen nach dem Strafgesetzbuch.
Alternativen? Miete einen Roller vor Ort. Oder nutze öffentliche Verkehrsmittel. In vielen europäischen Städten gibt es günstige Tageskarten, die Bus, Bahn und E-Scooter-Mietdienste beinhalten. In Barcelona kostet die Tageskarte für alle ÖPNV-Verkehrsmittel nur 5,50 Euro - und du sparst dir Stress, Strafen und die Angst, dass dir der Roller weggenommen wird.
Die Wahrheit: E-Scooter im Ausland ist kein Spiel
Es ist verlockend, den E-Scooter als universelles Fortbewegungsmittel zu sehen. Aber er ist kein Universalrezept. Er ist ein Fahrzeug - und wie jedes Fahrzeug unterliegt er den Regeln des Landes, in dem du ihn fährst. Wenn du ihn in Deutschland nutzt, musst du ihn zulassen, versichern und mit Licht fahren. Genauso ist es im Ausland. Nur dass die Regeln anders sind.
Die meisten Touristen denken: „Ich bin doch nur ein Gast.“ Aber die Polizei sieht dich nicht als Gast - sie sieht dich als Fahrer. Und Fahrer müssen die Regeln kennen. Du kannst nicht sagen: „Ich wusste nicht, dass das verboten ist.“ Das ist keine Entschuldigung. In Europa gilt: Keine Ahnung = keine Entschuldigung.
Wenn du wirklich mit deinem E-Scooter verreisen willst, dann tu es richtig: Recherchiere vorher, prüfe die Zulassung, hole die Versicherung, und trage den Helm. Dann kannst du losfahren - ohne Angst, ohne Strafe, ohne Ärger.
Und wenn du nicht sicher bist? Lass den Roller zu Hause. Ein paar Tage ohne E-Scooter sind kein Verlust. Ein paar hundert Euro Strafe oder ein beschlagnahmter Roller - das ist es schon.
Darf ich meinen E-Scooter mit in die Schweiz nehmen?
Ja, aber nur, wenn dein E-Scooter eine EU-Typengenehmigung (nach Richtlinie 168/2013) hat und eine Höchstgeschwindigkeit von max. 20 km/h nicht überschreitet. Viele günstige Modelle aus Online-Shops haben diese Zulassung nicht. In der Schweiz wird das Typenschild geprüft - ohne gültige Zulassung wird der Roller beschlagnahmt. Eine deutsche Versicherung gilt dort nicht. Du brauchst eine schweizerische Haftpflichtversicherung oder eine internationale Deckung, die die Schweiz abdeckt.
Gilt meine deutsche Versicherung auch im Ausland?
Nur in einigen Ländern: Österreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Dänemark akzeptieren die deutsche Haftpflichtversicherung meist. In Frankreich, Spanien, Italien und der Schweiz gilt sie nicht automatisch. Du musst nachweisen, dass deine Versicherung auch im Ausland haftet - viele Anbieter bieten dafür einen Zusatzvertrag an. Ohne Nachweis bist du unversichert - und bei einem Unfall zahlst du selbst.
Kann ich mit meinem E-Scooter auf dem Gehweg fahren?
In Deutschland ist das verboten - und das gilt auch fast überall in Europa. In Barcelona, Paris, Rom, Amsterdam und Wien ist das Fahren auf Gehwegen streng verboten. Du darfst nur auf Radwegen oder in Fahrradstraßen fahren. In einigen Städten gibt es Ausnahmen für E-Scooter mit max. 10 km/h - aber das ist selten. In den meisten Fällen: Gehweg = Verstoß = Strafe.
Brauche ich einen Führerschein für den E-Scooter im Ausland?
In den meisten Ländern nein - du brauchst nur einen Personalausweis oder Reisepass, um dich bei Mietdiensten zu registrieren. Aber in der Schweiz und in einigen Regionen Österreichs musst du einen gültigen Führerschein (Klasse AM oder höher) vorweisen, wenn du einen E-Scooter mit mehr als 20 km/h fährst. In Deutschland reicht ein Personalausweis - im Ausland nicht immer.
Was ist mit E-Scootern mit mehr als 20 km/h?
E-Scooter mit mehr als 20 km/h gelten in fast allen europäischen Ländern als Leichtmofas oder Mopeds - und das bedeutet: Zulassung, Versicherung, Kennzeichen und oft auch Helm- und Führerscheinpflicht. Ein Roller mit 25 km/h ist in Deutschland schon problematisch. Im Ausland ist er meist komplett verboten. Du darfst ihn nicht einfach „mitnehmen“ - er ist rechtlich ein anderes Fahrzeug. Die meisten Länder verbieten solche Modelle völlig.
Lieve Leysen
November 30, 2025 AT 05:26Oh mein Gott, ich hab meinen Scooter nach Barcelona mitgenommen und dachte, ich bin so clever 😅... bis die Polizei ihn mir abgenommen hat. Jetzt muss ich 120€ zahlen und hab kein Transportmittel mehr. Wer hat noch so einen Mist erlebt? 🥲
Brecht Dekeyser
Dezember 1, 2025 AT 10:56Leute, ihr denkt alle zu kompliziert 😴. E-Scooter im Ausland? Einfach mieten. 5 Euro am Tag, Versicherung inklusive, kein Stress. Warum eigene Sachen mitnehmen und dann wegen ner kleinen Regelverletzung in den Schlamassel geraten? Das ist wie mit dem eigenen Kaffee in Italien rumlaufen... niemand versteht dich, und du hast keinen richtigen Espresso 🤷♂️
Julia Wooster
Dezember 1, 2025 AT 23:39Es ist erschreckend, wie wenig Recherche manche Menschen betreiben, bevor sie ein Fahrzeug in ein anderes Land transportieren. Es handelt sich nicht um ein Spielzeug, sondern um ein Kraftfahrzeug, das den gesetzlichen Vorschriften unterliegt. Die Ignoranz gegenüber europäischen Rechtsvorschriften ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch ein Zeichen kultureller Arroganz. Wer sich nicht informiert, hat keine Ansprüche auf Verständnis.
Herbert Finkernagel
Dezember 2, 2025 AT 06:16Die ganzen Regeln sind nur ein Ablenkungsmanöver. Die echte Wahrheit? Die Städte wollen Touristen mit Strafen ausbeuten. Jeder E-Scooter, der nicht von ihren eigenen Mietdiensten kommt, wird als Bedrohung gesehen. Die Polizei hat keine Ahnung von Technik, aber sie kennen die Strafkataloge auswendig. Glaubt mir, das ist System.
Timon Ostertun
Dezember 3, 2025 AT 19:36Warum muss man immer alles so kompliziert machen? In Deutschland fahr ich damit, also sollte es überall gehen. Sonst wären die Leute in den anderen Ländern auch nicht so dumm, das zu erlauben. Irgendwer hat was verpasst.
Markus Paul
Dezember 4, 2025 AT 20:26Regeln sind die Spuren, die die Mächtigen hinterlassen, damit die Schwachen nicht abweichen. Aber wer fährt, der denkt. Und wer denkt, der findet Wege.
Stefanie Barigand
Dezember 4, 2025 AT 22:18Wie kann man nur so unverantwortlich sein?! Deutsche Touristen bringen das ganze Land in Verruf! Wir haben strenge Gesetze, weil wir Verantwortung haben – und dann kommt jemand mit einem billigen Chinesen-Roller und denkt, er kann auf Gehwegen fahren? Das ist eine Schande für Deutschland! Ich schäme mich!
Hayden Kjelleren
Dezember 5, 2025 AT 09:50Ich hab’s versucht. In Oslo. Hat nicht funktioniert. Die Leute gucken dich an, als wärst du ein Alien. Kein Helm, kein Licht, kein Verständnis. Ich hab den Scooter zurückgelassen. War nicht wert, den Stress zu haben.
Hanna Kim
Dezember 5, 2025 AT 16:56Ich hab meinen Scooter nach Lissabon mitgenommen – und es hat funktioniert! 🎉 Helm getragen, Licht an, Versicherung dabei, und auf dem Radweg gefahren. Kein Problem! Es ist nicht schwer, wenn man einfach die Regeln kennt. Jeder kann das – man muss nur wollen!
Nessi Schulz
Dezember 5, 2025 AT 22:10Bevor man einen E-Scooter ins Ausland mitnimmt, sollte man sich unbedingt über die EU-Typengenehmigung (Richtlinie 168/2013) informieren. Viele günstige Modelle aus Online-Shops verfügen nicht über diese Zulassung, was in fast allen EU-Ländern einen Verstoß darstellt. Zudem sollte die Haftpflichtversicherung explizit auf internationale Nutzung erweitert sein. Dies ist nicht optional – es ist eine rechtliche Pflicht.
Steffi Hill
Dezember 7, 2025 AT 15:33Ich hab’s einfach ausprobiert – und es hat geklappt. Kein Stress, kein Ärger. Man muss nur ein bisschen aufpassen. Und wenn man unsicher ist, fragt man vor Ort. Die Leute sind meist super freundlich.
Christian Torrealba
Dezember 8, 2025 AT 19:05Ich liebe E-Scooter. Sie sind frei, schnell, einfach. Aber sie sind auch ein Teil der Stadt – nicht nur ein Spielzeug. Jedes Land hat seine eigene Seele, seine eigenen Regeln. Wenn du in Paris fährst, dann fahre wie ein Pariser. In Rom wie ein Römer. Das ist kein Opfer – das ist Respekt. Und Respekt macht Reisen schön. 🌍✨
Torolf Bjoerklund
Dezember 9, 2025 AT 09:47Die ganze Geschichte ist ein Marketing-Trick von Mietdiensten. Sie wollen, dass du deine eigene Maschine weglässt und stattdessen ihre teuren, überwachten Roller mietest. Die Regeln wurden nicht für dich gemacht – sie wurden für ihre Gewinnmaximierung geschaffen. Frag dich: Wer profitiert wirklich davon?