Stell dir vor, du siehst einen elektrischen Roller auf der Straße und fragst dich: Wie teuer ist so ein Ding eigentlich? Die Antwort ist nicht einfach. Denn die Preise für Elektroroller in Deutschland können von unter 500 Euro bis über 2.000 Euro reichen. Warum so viel Unterschied? Das hängt von vielen Faktoren ab. In diesem Artikel erfährst du genau, was den Preis beeinflusst und wie du das richtige Modell für dein Budget findest.
Was macht einen Elektroroller teuer?
Ein Elektroroller ist kein einfaches Spielzeug. Es handelt sich um ein Fahrzeug mit Technik, die sicher und zuverlässig funktionieren muss. Die wichtigsten Faktoren für den Preis sind die Batteriekapazität, die Menge an gespeicherter Energie, gemessen in Wattstunden (Wh), die Motorleistung, gemessen in Watt (W) und entscheidend für die Höchstgeschwindigkeit, und die Qualität der Komponenten, wie Reifen, Bremsen und Rahmenmaterial. Ein Roller mit einer 300-Wh-Batterie und 250-W-Motor kostet deutlich weniger als eines mit 600-Wh und 500-W-Motor. Dazu kommen Extras wie GPS-Tracking, LED-Beleuchtung oder eine App-Steuerung. All das summiert sich schnell.
Preisbereiche im Überblick
Elektroroller lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Jede hat ihre Vor- und Nachteile. Hier eine konkrete Übersicht für 2026:
| Modell | Preis | Batteriekapazität | Motorleistung | Reichweite | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Xiaomi Mi Electric Scooter Pro 2 | 599 € | 280 Wh | 250 W | 25 km | 14 kg |
| Segway Ninebot Max G30P | 1.199 € | 474 Wh | 500 W | 40 km | 18 kg |
| Inokim Light 2 | 1.599 € | 350 Wh | 350 W | 30 km | 12 kg |
| Dualtron Thunder | 2.499 € | 1.000 Wh | 1.500 W | 80 km | 35 kg |
Diese Zahlen zeigen klar: Wer nur für die Stadt fährt, kommt mit einem Einsteigermodell klar. Für längere Strecken oder unebenes Terrain braucht es mehr Leistung - und damit mehr Geld. Der Dualtron Thunder, ein High-End-Modell mit extrem hoher Leistung kostet fast das Vierfache eines Xiaomi-Rollers. Aber er schafft auch 80 Kilometer mit einer Ladung und überwindet steile Hügel mühelos.
Wo kaufe ich einen Elektroroller?
Du findest Elektroroller online und im Fachhandel. Online ist die Auswahl am größten. Plattformen wie Amazon, eBay oder der Hersteller-Shop bieten oft günstige Preise. Aber Achtung: Bei zu niedrigen Preisen prüfe die Zulassung. In Deutschland braucht jeder Roller eine DEKRA-Zulassung, eine Prüfung durch die staatlich anerkannte Prüfgesellschaft. Nur Roller mit dieser Zulassung dürfen auf öffentlichen Straßen gefahren werden. Ohne sie riskierst du Bußgelder.
Fachhändler in Städten wie Leipzig, Berlin oder München bieten den Vorteil, dass du den Roller vor dem Kauf testen kannst. Experten erklären dir die Unterschiede. Der Nachteil: Die Preise sind oft höher als online. Ein guter Kompromiss ist es, online zu recherchieren und dann im Geschäft zu kaufen. So sparst du Geld und hast vorher eine Testfahrt gemacht.
Was du beim Kauf unbedingt beachten solltest
Viele kaufen einen Elektroroller und bereuen es später. Warum? Weil sie wichtige Details übersehen haben. Hier die häufigsten Fehler:
- Zu wenig auf die Batterie geachtet: Eine 250-Wh-Batterie reicht für 15 Kilometer. Für eine 10-km-Strecke zur Arbeit ist das okay. Aber wenn du mal einen Umweg machen musst, bleibst du liegen. Besser: Mindestens 300 Wh für Sicherheit.
- Keine Bremsen-Prüfung: Billige Roller haben oft schwache Scheibenbremsen. Bei Regen oder schneller Fahrt versagen sie schnell. Teste die Bremsen unbedingt vor dem Kauf.
- Kein Helm: In Deutschland gilt Helmtragen nicht als Pflicht. Aber 70 % aller Unfälle mit Elektrorollern betreffen den Kopf. Ein guter Helm kostet 30 Euro - das ist ein kleiner Preis für Sicherheit.
- Keine Versicherung: Roller ab 25 km/h müssen versichert sein. Die Grundversicherung kostet etwa 50 Euro im Jahr. Ohne Versicherung droht ein Bußgeld von 100 Euro.
FAQ: Häufige Fragen zu Elektrorollern
Brauche ich einen Führerschein für einen Elektroroller?
Nein, für Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h brauchst du keinen Führerschein. Du musst mindestens 14 Jahre alt sein. Ab 25 km/h benötigst du eine Mofa-Prüfbescheinigung (ab 15 Jahren) oder einen Führerschein der Klasse AM. Roller mit mehr als 45 km/h gelten als Kleinkrafträder und erfordern einen Führerschein der Klasse A1.
Wie lange hält die Batterie eines Elektrorollers?
Die Lebensdauer einer Batterie hängt von der Nutzung ab. Eine typische Lithium-Ionen-Batterie hält 500-800 Ladezyklen. Bei einer täglichen Strecke von 10 km bedeutet das etwa zwei bis drei Jahre. Um die Lebensdauer zu verlängern, lade die Batterie nie komplett leer und vermeide extreme Temperaturen. Im Winter solltest du den Roller im Haus lagern.
Kann ich einen Elektroroller auf dem Fahrradweg fahren?
Ja, Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h dürfen auf Fahrradwegen fahren. Ab 25 km/h müssen sie auf der Straße fahren. In der Praxis gilt: Wenn der Roller schneller als 20 km/h fährt, solltest du immer die Straße nutzen. Auf Fahrradwegen sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen oft nicht einzuhalten - und das ist gefährlich für Radfahrer.
Was ist mit der Versicherungspflicht?
Jeder Elektroroller, der auf öffentlichen Straßen fährt, muss versichert sein. Die Versicherung kostet je nach Modell zwischen 40 und 100 Euro pro Jahr. Ohne Versicherungsnachweis darfst du den Roller nicht anmelden. Die Versicherung deckt Schäden an Dritten ab. Für den eigenen Roller gibt es eine separate Kaskoversicherung, die aber nicht Pflicht ist.
So findest du das beste Angebot
Beim Kauf solltest du nicht nur auf den Preis schauen. Vergleiche die technischen Daten, lies Nutzerbewertungen und prüfe die Zulassung. Ein gutes Modell für Stadtfahrer ist der Segway Ninebot Max G30P für rund 1.200 Euro. Er hat eine zuverlässige Batterie, gute Bremsen und ist mit einer DEKRA-Zulassung versehen. Für längere Strecken ist der Inokim Light 2 besser geeignet. Er wiegt nur 12 Kilo und passt problemlos in die U-Bahn. Wenn du mehr Leistung brauchst, musst du tiefer in die Tasche greifen - aber dafür sparst du langfristig bei den Betriebskosten.
Elektroroller sind eine praktische Alternative zum Auto. Mit der richtigen Auswahl findest du ein Modell, das zu deinem Budget und deinen Bedürfnissen passt. Wichtig ist: Kaufe nur Roller mit DEKRA-Zulassung. So vermeidest du Ärger mit der Polizei und sicherst dir einen sicheren Roller. Mit diesen Tipps kannst du jetzt ganz entspannt loslegen - und dich über die ersten Fahrten freuen.