Elektroroller ohne Führerschein: Was du legal fahren darfst und was nicht
Ein Elektroroller ohne Führerschein, ein Elektrofahrzeug mit maximal 15 km/h Geschwindigkeit, das in Deutschland ohne Fahrerlaubnis genutzt werden darf, solange die Prüfbescheinigung vorliegt. Auch bekannt als Kleinkraftrad, ist er eine der einfachsten Möglichkeiten, um mobil zu sein – ohne Prüfung, ohne Wartezeit, ohne teure Versicherung. Aber Vorsicht: Nicht jeder Roller, der wie ein Elektroroller aussieht, ist auch legal führerscheinfrei. Viele Hersteller verkaufen Geräte mit 20 km/h als "Führerschein-frei", aber das ist ein Trugschluss – und du riskierst ein Bußgeld von bis zu 70 Euro, wenn du mit so einem Gerät auf der Straße erwischt wirst.
Was wirklich erlaubt ist, hängt von drei Dingen ab: Geschwindigkeit, Motorleistung und Bauart. Nur Roller mit max. 15 km/h und max. 500 Watt Motorleistung fallen unter die Regelung für führerscheinfreie Kleinkrafträder. Dazu brauchst du keine Fahrerlaubnis – aber du brauchst eine Prüfbescheinigung, eine Nachweispflicht, die du nach Abschluss einer kurzen Schulung von einem anerkannten Anbieter bekommst. Diese Prüfbescheinigung ist kein Führerschein, aber sie ist Pflicht. Ohne sie darfst du nicht losfahren – auch nicht auf dem Radweg. Außerdem musst du den Roller versichern, ein Kennzeichen anbringen und einen Helm tragen, wenn du unter 18 bist. Die Haftpflichtversicherung, die Pflichtversicherung für jedes Straßenfahrzeug in Deutschland, die Schäden an Dritten abdeckt kostet zwischen 40 und 80 Euro pro Jahr – viel günstiger als bei einem 45 km/h-Roller.
Warum ist das wichtig? Weil viele Menschen glauben, dass ein E-Roller mit 20 km/h automatisch führerscheinfrei ist. Das ist falsch. Ein Roller mit 20 km/h braucht den Mofa-Führerschein (AM) – und das ist kein Kleinkraftrad mehr, sondern ein Kleinkraftrad mit Begrenzung. Du musst ihn auf der Straße fahren, nicht auf dem Radweg. Und wenn du ihn ohne Führerschein fährst, haftest du im Unfall selbst – die Versicherung zahlt nicht. Das ist kein theoretisches Risiko: In 2024 wurden über 1.200 Bußgelder wegen illegaler E-Roller-Fahrten ausgestellt. Die Polizei kontrolliert immer häufiger.
Was du stattdessen tun kannst: Kaufe einen Roller, der offiziell mit 15 km/h ausgelegt ist – und prüfe den Typenschein. Dort steht klar: "Geschwindigkeit max. 15 km/h", "Motorleistung max. 500 W", "Prüfbescheinigung erforderlich". Solche Modelle gibt es von Marken wie E-Twow, Inokim oder UrbanRide. Sie sind nicht die schnellsten, aber sie sind legal, sicher und günstig im Unterhalt. Und du sparst dir den Stress, den Führerschein zu machen – wenn du ihn nicht brauchst.
Was du in diesem Bereich findest: klare Antworten darauf, welche Roller du ohne Führerschein fahren darfst, was du beim Kauf auf den Typenschein prüfen musst, wie du die Prüfbescheinigung bekommst, wie viel die Versicherung wirklich kostet und warum du auf falsche Angebote achten solltest. Keine Werbung. Keine Theorie. Nur das, was du brauchst, um legal und sicher unterwegs zu sein.
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Nov
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