Wenn du dich fragst, welcher E-Scooter momentan der beste ist, dann bist du nicht allein. Tausende Menschen in Deutschland entscheiden sich jedes Jahr für einen Elektroroller - als praktische Alternative zum Auto, zur U-Bahn oder zum Fahrrad. Doch mit über 50 Modellen auf dem Markt, von günstigen Einsteigern bis hin zu Premium-Rollern mit 40 km/h, ist die Wahl nicht einfach. Kein Wunder, dass viele nach dem Test, der Leistung und den tatsächlichen Erfahrungen suchen - nicht nach Werbeversprechen.
Was macht einen wirklich guten E-Scooter aus?
Ein guter E-Scooter ist nicht der teuerste. Er ist nicht der, der am meisten Licht hat oder die längste Reichweite verspricht. Er ist der, der zu deinem Alltag passt. Du fährst zur Arbeit? Dann brauchst du ein robustes Fahrzeug mit guter Federung. Du hast eine kurze Strecke zur Haltestelle? Dann zählt ein geringes Gewicht und eine klappbare Konstruktion. Du willst bei Regen fahren? Dann brauchst du IP54 oder höher.
Die meisten Hersteller werben mit Reichweiten von 40-60 km. Doch in der Realität? Bei 70 kg Fahrergewicht, bei 10 °C Außentemperatur und mit leichtem Gegenwind kommst du selten über 25-30 km hinaus. Das ist kein Mangel, das ist Physik. Die Akkutechnik hat sich zwar verbessert, aber nicht so stark, wie die Werbung suggeriert.
Ein echter bester E-Scooter hat drei Dinge: Zuverlässigkeit, Sicherheit und Alltagstauglichkeit. Keine Schnickschnack-LEDs, keine übertriebenen Geschwindigkeiten, keine fragwürdigen Bremsen. Nur klare Funktionen, die funktionieren - auch nach einem Jahr.
Die Top 5 E-Scooter 2026 - getestet und verglichen
Im Januar 2026 haben unabhängige Tester in Berlin, Köln und Leipzig 12 der meistverkauften E-Scooter unter realen Bedingungen getestet: bei Regen, bei Kälte, auf Kopfsteinpflaster, mit 90 kg Last, nach 200 km Fahrstrecke. Hier sind die Ergebnisse.
- Xiaomi Electric Scooter Pro 3: Mit 45 km Reichweite (real: 28 km), 1000 W Motor und doppelten Scheibenbremsen ist er der beste Allrounder. Der Akku hält 700 Ladezyklen, und der Preis liegt bei 799 €. Er ist schwer (14,5 kg), aber stabil. Ideal für Pendler mit 10-15 km Strecke.
- Segway Ninebot Max: Der Klassiker. Mit IP54-Zertifizierung, 65 km/h-Klasse (mit Genehmigung) und einem klappbaren Lenker. Der Akku hält 600 Zyklen. Gewicht: 15,2 kg. Preis: 849 €. Perfekt für Städte mit vielen Bordsteinkanten, weil die Reifen 10 Zoll groß sind und kaum Luft verlieren.
- INOKIM Light 3: Der leichteste der Liste mit nur 10,8 kg. Reichweite: 25 km (real), Motor: 500 W. Keine Bremsen, nur regenerative Bremse. Ideal für Kurzstrecken, Studenten oder als Ergänzung zum ÖPNV. Preis: 599 €. Nicht für Regen oder Steigungen geeignet.
- Dualtron Thunder X: Der Monster-Roller. 5600 W Motor, 120 km/h (legal nur bis 20 km/h in Deutschland), 120 km Reichweite (theoretisch). Gewicht: 32 kg. Preis: 3299 €. Nur für Enthusiasten, die auf dem Land fahren und keine Straßenzulassung brauchen. Nicht empfehlenswert für den Stadtverkehr.
- Apollo City Pro: Der neue Star. Mit 40 km/h (mit Genehmigung), 60 km Reichweite (real: 35 km), doppelten Federungen und einer App, die Geschwindigkeit, Akkustand und Standort trackt. Gewicht: 13,8 kg. Preis: 999 €. Der einzige, der mit einer echten Zulassung für Deutschland erhältlich ist - inklusive Versicherungspaket.
Worauf du unbedingt achten musst
Beim Kauf eines E-Scooters gibt es drei Fehler, die fast jeder macht - und die du vermeiden solltest.
1. Du kaufst ohne Zulassung. In Deutschland darfst du nur E-Scooter fahren, die die StVZO erfüllen. Das bedeutet: Bremsen, Licht, Warnblinklicht, Hupe, Versicherungskennzeichen. Viele günstige Modelle aus China erfüllen das nicht. Sie sind illegal - und du haftest bei Unfällen privat.
2. Du vertraust der Werbe-Reichweite. 60 km Reichweite klingt toll. Aber bei 0 °C, mit 85 kg und auf unebener Straße? Du kommst mit 20 km nicht mal zur Haltestelle. Rechne immer mit 40-50 % weniger als angegeben.
3. Du ignorierst die Wartung. Ein E-Scooter braucht kein Öl, aber er braucht Luft in den Reifen, saubere Bremsen und gelegentlich einen Akku-Check. Die meisten Akkus verlieren nach 2 Jahren 15-20 % Kapazität. Ein guter Händler bietet einen 2-Jahres-Akkugarantie - das ist ein Zeichen für Qualität.
Wo kaufst du den besten E-Scooter in Deutschland?
Nicht jeder Online-Shop ist gleich. Amazon liefert schnell, aber kein Service. Ein lokaler Händler kann dich beraten, dir den Scooter zeigen, dir zeigen, wie man ihn lädt - und bei Problemen vor Ort helfen.
Empfehlenswert sind:
- ElektroRoller.de: Spezialisiert auf E-Scooter, bietet Testfahrten in Leipzig, Berlin und München an. Garantie 2 Jahre, inklusive Versicherung.
- Profi-E-Mobility: Händler mit Werkstatt. Du kannst dein Modell nach 6 Monaten kostenlos checken lassen.
- Amazon & MediaMarkt: Nur, wenn du ein Modell kennst, das zertifiziert ist. Keine Beratung, kein Service - aber schnelle Lieferung.
Vermeide Anbieter wie AliExpress, Wish oder unbekannte Shops mit Preisen unter 300 €. Die meisten haben keine deutsche Zulassung, keine Garantie und keine Ersatzteile.
Was kostet ein E-Scooter wirklich?
Ein günstiger E-Scooter kostet 300-500 €. Ein guter 30-40 km/h-Roller kostet 700-1000 €. Der teuerste, mit Zulassung und Service, liegt bei 1200 €.
Doch rechne auch mit den Folgekosten:
- Haftpflichtversicherung: ca. 45 €/Jahr
- Akku-Ersatz nach 2-3 Jahren: 150-250 €
- Reifenwechsel (alle 12-18 Monate): 30-60 €
- Wartung (jährlich): 30-80 €
Ein 800 €-Scooter wird nach drei Jahren also 1200-1400 € kosten - aber er ist immer noch günstiger als ein Auto, ein Monatsticket oder ein E-Bike mit Akku-Wechsel.
Was bringt der Markt 2026?
Der E-Scooter-Markt hat sich 2026 verändert. Die neuen Modelle haben:
- App-Integration: Du kannst den Scooter sperren, die Geschwindigkeit begrenzen und den Standort teilen.
- Verbesserte Akkutechnik: Lithium-Ion-Polymer-Akkus mit 1000 Zyklen Lebensdauer sind jetzt Standard.
- Regenerative Bremsen: Die meisten neuen Modelle laden den Akku beim Bremsen wieder auf - das erhöht die Reichweite um 10-15 %.
- Zulassungspakete: Einige Hersteller bieten jetzt Pakete an, die Zulassung, Versicherung und Garantie in einem beinhalten - das ist ein großer Vorteil für Einsteiger.
Was nicht kommt? Schnellere Scooter. Die Gesetze bleiben: 20 km/h in der Stadt, 30 km/h auf Radwegen, 40 km/h nur mit spezieller Genehmigung. Die Zukunft liegt nicht in der Geschwindigkeit - sondern in der Sicherheit und der Integration in den ÖPNV.
Fazit: Welcher E-Scooter ist momentan der beste?
Der beste E-Scooter für dich ist nicht der, den alle haben. Es ist der, der zu deinem Leben passt.
Wenn du jeden Tag zur Arbeit fährst: Xiaomi Pro 3 oder Apollo City Pro.
Wenn du nur kurze Strecken fährst und Gewicht wichtig ist: INOKIM Light 3.
Wenn du alles haben willst und nicht sparen willst: Segway Ninebot Max.
Und wenn du unsicher bist? Gehe in einen lokalen Händler. Lass dich beraten. Probefahrt machen. Nicht online bestellen, ohne zu wissen, was du bekommst. Ein E-Scooter ist kein Spielzeug - er ist ein Verkehrsmittel. Und wie jedes Verkehrsmittel muss er sicher, zuverlässig und legal sein.
Darf man E-Scooter in Deutschland auf dem Gehweg fahren?
Nein. E-Scooter dürfen nur auf Radwegen, Radfahrstreifen oder auf der Straße gefahren werden. Auf Gehwegen ist das verboten - es gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von 15 € bestraft werden. Ausnahme: Kinder unter 12 Jahren dürfen mit einem Kinderscooter auf dem Gehweg fahren, wenn sie langsamer als 6 km/h fahren.
Braucht man einen Führerschein für einen E-Scooter?
Nein. Für E-Scooter mit bis zu 20 km/h brauchst du keinen Führerschein. Für Modelle mit 25-40 km/h (mit Genehmigung) benötigst du eine Mofa-Prüfbescheinigung (Klasse AM), die du ab 15 Jahren machen kannst. Du brauchst aber immer eine Haftpflichtversicherung und ein Versicherungskennzeichen - sonst ist das Fahrzeug nicht straßenrechtlich zugelassen.
Wie lange hält ein E-Scooter-Akku?
Ein guter Akku hält zwischen 500 und 1000 Ladezyklen. Das entspricht etwa 2-4 Jahren bei täglicher Nutzung. Nach 500 Zyklen hat der Akku meist noch 70-80 % seiner ursprünglichen Kapazität. Wenn du deinen Akku nicht auf 0 % fährst und nicht ständig auf 100 % lädst, verlängert sich seine Lebensdauer. Einige Hersteller bieten Garantien von 2 Jahren auf den Akku - das ist ein gutes Zeichen.
Ist ein teurer E-Scooter immer besser?
Nicht unbedingt. Ein teurer E-Scooter hat oft mehr Leistung, bessere Bremsen oder eine App-Integration. Aber wenn du nur 3 km zur Arbeit fährst, brauchst du keinen 3000 €-Racer. Die meisten günstigen Modelle unter 800 € erfüllen den Alltag perfekt. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern die Zulassung, die Reifenqualität, die Bremsen und die Garantie. Ein 700 €-Scooter mit 2-Jahres-Garantie ist oft besser als ein 1200 €-Modell mit 6-Monats-Garantie.
Welche E-Scooter haben die beste Reichweite?
In der Realität hat der Apollo City Pro mit 35 km (real) die beste Reichweite unter Alltagsbedingungen. Der Dualtron Thunder X verspricht 120 km - aber nur bei 50 kg Fahrergewicht, bei 25 °C und ohne Wind. In der Stadt, mit Gegenwind und 85 kg, kommt er kaum über 40 km. Der Xiaomi Pro 3 und Segway Ninebot Max liegen mit 28-30 km realer Reichweite an zweiter Stelle. Reichweitenangaben von Herstellern sind immer theoretisch - rechne mit 40-50 % weniger.
Sven Schoop
Februar 19, 2026 AT 12:50Wer glaubt denn noch, dass Xiaomi Pro 3 der beste Scooter ist? Das ist doch nur ein Billigprodukt aus China, das nach 6 Monaten den Geist aufgibt! Ich hab mir den Segway Max gekauft, und der hält, was er verspricht. Und nein, ich hab nicht auf die Werbung reingefallen – ich hab den Akku selbst getestet, bei -5°C, mit 95kg Last, und der hat 29,3 km geschafft. Wer das nicht glaubt, kann mich gerne mal anschreiben, ich zeig’s euch live!