E-Scooter im Ausland: Was du rechtlich und praktisch wissen musst

Ein E-Scooter, ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug mit maximal 20 km/h, das auf Radwegen und Fahrradstraßen fahren darf. Auch bekannt als Elektroroller, ist er in Deutschland ein praktisches Alltagsmittel – doch was passiert, wenn du ihn ins Ausland mitnimmst? Viele denken, ein E-Scooter ist wie ein Fahrrad: überall erlaubt. Doch das ist ein gefährlicher Irrtum. In Frankreich darfst du nur auf Radwegen fahren, in Spanien brauchst du eine Versicherungsplakette, und in Italien ist die Helmpflicht nicht nur empfohlen, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Die Regeln variieren von Land zu Land – und wer sie nicht kennt, riskiert Bußgelder bis zu 500 Euro oder sogar die Beschlagnahmung des Fahrzeugs.

Ein entscheidender Faktor ist die Geschwindigkeit, die maximale erlaubte Fahrgeschwindigkeit eines E-Scooters, meist 20 km/h in der EU. In Deutschland ist 20 km/h die Obergrenze – doch in Österreich ist sie nur 25 km/h erlaubt, wenn der Scooter als Kleinkraftrad klassifiziert ist. In der Schweiz gilt: Wer schneller als 20 km/h fährt, braucht einen Mofa-Führerschein. Und was ist mit der Versicherung, die Haftpflichtversicherung, die für jeden E-Scooter in der EU Pflicht ist? In Deutschland ist die Versicherungsplakette am Fahrzeug sichtbar zu tragen. In den Niederlanden reicht ein digitaler Nachweis auf dem Smartphone – aber nur, wenn du die Versicherung auch dort gültig hast. Viele deutsche Versicherungen decken Auslandsfahrten nur eingeschränkt ab. Du musst prüfen, ob deine Police in Belgien, Dänemark oder Polen gilt. Sonst bist du im Unfallfall selbst haftbar.

Und was ist mit dem Führerschein, die gesetzliche Berechtigung, ein Fahrzeug zu führen – bei E-Scootern oft die Mofa-Prüfbescheinigung oder ein PKW-Führerschein? In Deutschland reicht die Mofa-Prüfbescheinigung ab 15 Jahren. In Ungarn brauchst du keinen Führerschein – aber du musst mindestens 14 Jahre alt sein. In Norwegen ist das Fahren mit E-Scootern auf Gehwegen verboten, und du brauchst eine Zulassung. Selbst wenn du in Deutschland ohne Führerschein fahren darfst, heißt das nicht, dass du es im Ausland kannst. Die meisten Länder erkennen deutsche Führerscheine an – aber nicht immer die Prüfbescheinigung. Einige Behörden verlangen einen internationalen Führerschein oder eine Übersetzung deiner Dokumente.

Praktisch gesehen: Lade deinen Akku vor der Reise voll auf. In vielen Ländern gibt es kaum Lademöglichkeiten für E-Scooter. Und denk an die Wetterbedingungen: In Skandinavien ist Kälte ein großer Feind der Batterie – die Reichweite kann um bis zu 40 % sinken. In Südeuropa dagegen ist Hitze das Problem. Die meisten Akkus vertragen keine Temperaturen über 35 °C. Packe einen Regenschutz ein – und falls du in Städten wie Paris oder Barcelona fährst: Vergiss nicht, dass du oft nur auf bestimmten Spuren fahren darfst. Wo du in Deutschland auf der Straße fahren darfst, ist in anderen Ländern oft nur auf Radwegen erlaubt.

Ob du nach Italien, Polen oder nach Österreich fährst – immer vorher checken. Die Regeln ändern sich schnell, und viele Touristen zahlen unnötig Strafen, weil sie glauben, deutsche Regeln gelten überall. Du musst nicht alles wissen – aber du musst wissen, wo du nachschauen kannst. In der folgenden Sammlung findest du konkrete, praktische Anleitungen, die dir helfen, dein E-Scooter-Abenteuer im Ausland sicher und legal zu gestalten – von der Versicherung bis zur Geschwindigkeitsbegrenzung, von den Führerschein-Regeln bis zu den echten Kosten im Ausland.

Ist es erlaubt, einen E-Scooter im Ausland zu fahren? Das müssen Sie wissen

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E-Scooter im Ausland fahren? Die Regeln variieren stark von Land zu Land. Erfahre, wo du mit deinem Roller legal unterwegs sein kannst, was du über Versicherung, Helmpflicht und Zulassung wissen musst - und warum du oft besser einen Mietroller nimmst.

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