E-Scooter Recht: Was du in Deutschland wissen musst

Ein E-Scooter, ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug mit Lenker und kleiner Plattform, das auf Gehwegen und Radwegen fahren darf. Auch bekannt als Elektroroller, ist er ein beliebtes Fortbewegungsmittel in Städten – aber nur, wenn du die Regeln kennst. Viele denken, weil ein E-Scooter klein ist, gelten auch weniger Regeln. Falsch. In Deutschland gilt für E-Scooter eine klare, strenge Gesetzgebung – und wer sie ignoriert, zahlt schnell 55 bis 100 Euro Bußgeld.

Das Führerscheinrecht, die gesetzliche Regelung, die bestimmt, wer ein Fahrzeug führen darf ist hier besonders wichtig. Für E-Scooter bis 20 km/h brauchst du keinen klassischen Führerschein – aber eine Mofa-Prüfbescheinigung, ein Nachweis, den du ab 15 Jahren erwerben kannst, ohne Fahrschule. Wer ohne diese fährt, riskiert nicht nur Geld, sondern auch die Haftung bei Unfällen. Und nein: Ein Führerschein der Klasse B (Auto) reicht nicht automatisch – du brauchst die spezifische Prüfbescheinigung, wenn du nach 2019 geboren wurdest.

Was du mitführen musst, ist ebenso klar: Die Versicherungsplakette, ein kleines, sichtbares Kennzeichen, das beweist, dass dein E-Scooter haftpflichtversichert ist muss am Fahrzeug angebracht sein. Ohne sie ist das Fahren verboten. Außerdem solltest du immer deinen Personalausweis, den offiziellen Lichtbildausweis, den du bei Polizeikontrollen vorlegen musst dabei haben. Kein Helmzwang – aber wer ihn trägt, fährt sicherer. Und das Handy? Auf dem E-Scooter nutzen? Das ist kein kleiner Fehler – das ist ein Bußgeld von 55 Euro. Du brauchst ein Navigationssystem am Lenker, nicht die Hand am Smartphone.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung, die maximale erlaubte Fahrgeschwindigkeit für E-Scooter in Deutschland liegt bei 20 km/h. Wer schneller fährt, macht sein Fahrzeug rechtswidrig – und das gilt auch, wenn der Hersteller mehr Leistung zulässt. Die meisten E-Scooter haben eine Software-Sperre. Wenn du sie umgehst, verlierst du nicht nur die Versicherung, sondern auch den Schutz im Unfallfall.

Und was ist mit dem Parken? E-Scooter dürfen nicht auf Gehwegen abgestellt werden, wenn sie andere behindern. Sie müssen auf Radwegen, Fahrradstreifen oder speziellen Abstellflächen stehen. Wer sie einfach auf den Bürgersteig stellt, riskiert eine Anzeige – und das Fahrzeug wird abgeschleppt.

Die Versicherung, die Pflicht-Haftpflicht, die jeden Schaden abdeckt, den dein E-Scooter anderen zufügt kostet im Jahr meist zwischen 40 und 80 Euro. Teurer wird es nur, wenn du eine Teilkasko oder Vollkasko willst – aber für den Alltag reicht die Grundversicherung. Wichtig: Die Versicherung muss dich als Fahrer abdecken, nicht nur das Fahrzeug. Und du musst sie nachweisen können – nicht nur die Plakette, sondern auch den Versicherungsnachweis.

Es gibt keine Spielräume. Kein "ein bisschen schneller", kein "nur kurz das Handy checken", kein "ich hab doch keinen Führerschein, aber ich fahre doch nur zur Arbeit". Das E-Scooter Recht in Deutschland ist nicht flexibel – es ist klar, konkret und durchsetzbar. Wer es kennt, fährt sicher. Wer es ignoriert, zahlt den Preis.

Unten findest du alle wichtigen Artikel, die dir zeigen, was du wirklich brauchst: von den Papiere, die du immer dabei haben musst, über die Strafen bei Verstößen bis hin zu den günstigsten Versicherungen und den Modellen, die legal fahren dürfen. Alles, was du wissen musst, um nicht in eine Falle zu tappen – und stattdessen mit klarem Kopf durch die Stadt zu gleiten.

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